Schulen: In Legden kommt die Digitalisierung erst an

Digitalisierung der Schulen

Wie digital ist die Sekundarschule in Legden aufgestellt - weit vorn oder immer noch mit Heft und Füller unterwegs? Wir haben nachgefragt. Schüler, Eltern und Lehrer sind unterschiedlicher Meinung.

Legden

, 07.11.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
IPads im Unterricht - in vielen Schulen noch keine Selbstverständlichkeit. Auch in Legden sollen IPads erst angeschafft werden.

IPads im Unterricht - in vielen Schulen noch keine Selbstverständlichkeit. Auch in Legden sollen IPads erst angeschafft werden. © picture alliance/dpa

Digitalpakt Schule“ oder „Gute Schule 2020“ heißen Förderprogramme von Bund und Land. Mit den Mitteln aus diesen Programmen soll die Infrastruktur der Schulen und die digitale Kompetenz der Schüler gestärkt werden.

Digitalpakt Schule

  • Der Bund stellt über einen Zeitraum von fünf Jahren insgesamt fünf Milliarden Euro zur Verfügung, davon in dieser Legislaturperiode 3,5 Milliarden Euro.
  • Aufgrund des Charakters der Bundesmittel als Finanzhilfen bringen die kommunalen und privaten Schulträger bzw. Länder zusätzlich einen finanziellen Eigenanteil ein. Zusammengenommen stehen dann insgesamt mindestens 5,55 Milliarden Euro bereit.
  • Rein rechnerisch bedeutet dies für jede der ca. 40.000 Schulen in Deutschland im Durchschnitt einen Betrag von 137.000 Euro oder umgerechnet auf die derzeit ca. 11 Millionen Schülerinnen und Schüler eine Summe von 500 Euro pro Schüler.

Die Anforderung von Mitteln aus diesem Programm ist dabei von Kommune zu Kommune unterschiedlich. Einige haben die Mittel bereits ausgeschöpft, andere Kommunen haben noch keinen Cent aus den Programmen beantragt.

Wie ist der Stand der Digitalisierung?

Wie sieht es an der Paulus-van-Husen-Sekundarschule in Legden aus? Arbeiten die Schüler schon mit Tablets aus Klassensätzen, gibt es digitale Tafeln (Whiteboards), WLAN, wie ist die Unterstützung der Schulen bei der Umsetzung digitaler Ziele? - Unsere Redaktion hat Schülern, Eltern, Lehrern und der Schulleitung über den derzeitigen Stand der Digitalisierungsbemühungen gesprochen.

Serie über die Situation in Legden

In einer kleinen Serie veröffentlichen wir die Themen an dieser Stelle:

Start unserer Serie ist ein Gespräch mit Schulleiter Knut Kasche. Er hat uns über den Stand der Digitalisierung informiert und auch auf Probleme hingewiesen. Beispielsweise geht es dabei um digitales Unterrichtsmaterial oder den Datenschutz.

Homeschooling sorgt für erste Erfahrungen

Gerade beim Datenschutz würden die Schule oft allein gelassen, berichtet der Schulleiter. Erste Erfahrungen im Homeschooling konnten Schüler und Lehrer gerade aktuell sammeln.

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Im zweiten Teil unserer Digitalisierungsserie sprechen wir mit Informatiklehrer Paul Schwieters. Er nutzt die neue Technik in fast jeder Unterrichtsstunde. Er mahnt aber auch, mit der neuen Technik um Unterricht verantwortungsvoll umzugehen.

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Bei den Investitionen in digitale Infrastruktur spielt das Rathaus eine ganz entscheidende Rolle. Legdens neuer Bürgermeister Dieter Berkemeier gibt zu: „Corona hat dazu beigetragen, dass wir die Notwendigkeit des Themas eher erkannt haben.“

Fördertöpfe von Bund und Land

Die Gemeinde Legden hat die Fördertöpfe von Bund und Land angezapft, hat 90.000 Euro für die Brigidenschule erhalten. Für die Paulus-Husen-Schule gab es insgesamt 154.000 Euro.

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Unterdessen warten die Schüler der Paulus-van-Husen-Schule gespannt auf die Tablets für den Unterricht, berichtet Sprecher Lukas Kauling. Digital sind sie dort jetzt eher mit dem eigenen Smartphone unterwegs.

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Im Unterricht mal eben sein am Tablet ausgefülltes Arbeitsblatt mit den Mitschülern der Lerngruppe teilen, ein lehrreiches Video gucken, oder zu einer Fragestellung Infos im Internet recherchieren – das wird der Zehntklässler Lukas Kauling (15) an der Paulus-van-Husen-Schule wahrscheinlich eher nicht mehr erleben.

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Gute Schule 2020

  • Gute Schule 2020 ist ein Programm zur langfristigen Finanzierung kommunaler Investitionen in die Sanierung, die Modernisierung und den Ausbau der kommunalen Schulinfrastruktur beschlossen.
  • Das Programm hat ein Gesamtvolumen von zwei Milliarden Euro.
  • Bei dem Programm handelt es sich um eine Gemeinschaftsaktion der NRW.BANK mit dem Land Nordrhein-Westfalen.
  • Im Rahmen des Programms werden über vier Jahre jeweils 500 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Elternpflegschaftsvorsitzende Susanne Entrup weiß aus Gesprächen mit Eltern der Paulus-van-Husen-Schüler, dass das Tempo der Digitalisierung in der Schule langsam erscheint. Ob privat oder im Berufsleben – da wird dem digitalen Fortschritt schneller Rechnung getragen als in der Schule.

Und wie sieht es in der Brigiden-Grundschule aus?

Einige Tablets sind an der Brigidenschule in Legden und Asbeck bereits vorhanden. Doris Borgert, Konrektorin der Grundschule, sieht aber noch Potenzial. Und: Der bürokratische Aufwand ist groß.

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