Remex-Müll im Gewerbegebiet Heying-Esch wird noch eine Weile bleiben

dzBezirksregierung Münster

Nur noch ein Haufen Müll erinnert daran, dass im Gewerbegebiet Heying-Esch die Firma Remex Entsorgungsgesellschaft Borken ansässig war. Ob er dort lagern darf, wollte ein Ahauser wissen.

Legden

, 03.09.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Haufen Müll auf dem Gelände im Gewerbegebiet zwischen Deutag und Profilan an der Straße Zur Dinkel türmt sich hoch. Er ist das letzte Zeichen dafür, dass hier einmal die Entsorgungsgesellschaft Remex ansässig war. Sie hat inzwischen ihren einzigen Sitz in Rhede.

„Da die Lagerung von derartigen Mengen Mischmüll mit erheblichen Umweltauflagen verbunden ist, dürfte wohl kaum eine Genehmigung dafür vorliegen“, vermutete der Ahauser Armin Siemes, der die Bezirksregierung Münster informierte. Die Nachfrage der Münsterland Zeitung dort ergibt, dass die Lagerung ordnungsgemäß ist.

„Engmaschige Überwachung“

„Die Anlage wird streng und engmaschig überwacht“, informiert Andreas Winnemöller aus der Pressestelle der Bezirksregierung. Gerade weil hier sehr viel Müll lagere, solle der Abfall möglichst schnell zu einer Verbrennungsanlage gebracht werden. „Es darf auch kein zusätzlicher Abfall aufgenommen werden“, so Winnemöller.

Gefahren aufgrund fehlender Abdichtungen für Grundwasser und angrenzende Dinkel, wie sie Armin Siemes vermutet hatte, gibt es laut Pressestelle nicht.

  • Die Remex Entsorgungsgesellscaft war bis Herbst 2017 in Legden ansässig.
  • Das Gelände wurde von Profilan übernommen und größtenteils auch schon bebaut.

Rudolf Gnodtke, Geschäftsführer der Remex Entsorgungsgesellschaft, erläutert auf Anfrage, dass die Annahme von Abfällen bereits am 30. September 2017 eingestellt wurde. „Danach wurden nur noch Mengen aufbereitet und fachgerecht entsorgt. Derzeit bin ich noch regelmäßig in Legden“, so Gnodtke.

Bis wann der Müll abgefahren werden muss, ist unklar. Die Bezirksregierung Münster spricht lediglich von „einem angemessenen Rahmen.“

Zu wenig Kontingente in den Verbrennungsanlagen

Rudolf Gnodtke: „Der dort lagernde Abfall wird regelmäßig abgefahren so wie wir Kontingente in den Verbrennungsanlagen bekommen.“ Derzeit, so der Remex-Geschäftsführer weiter, würden Gespräche laufen, um mehr Abfall abzufahren.

Das Problem allerdings ist, dass es in den Verbrennungsanlagen bundesweit zu wenig Kapazitäten gibt. Höhere Müllmengen, zu hohe Importe von Müll und sommerliche Revisionsarbeiten in den Verbrennungsanlagen nennt Gnodtke als Grund. Er betont aber: „Unser Bestreben ist es, den Restmüll so schnell wie möglich fachgerecht zu entsorgen.“

Lesen Sie jetzt