Reitverein will umbauen, um Deutsche Meisterschaft nach Legden zu holen

dzModerne Sportstätten

Wenn die besten Pony-Reiter des Landes um den Deutschland-Preis der Landesverbände kämpfen, werden sie in Legden auf eine ausbaufähige Sportstätte treffen. Erst 2020 kann umgebaut werden.

Legden

, 15.10.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Landesprogramm „Moderne Sportstätten“ sieht 300.000 Euro für Legden vor. 220.000 Euro soll der Zucht-, Reit- und Fahrverein Legden und Umgebung bekommen. Damit soll die Anlage so aufgewertet werden, dass hier die Deutschen Meisterschaften der Pony-Reiter im Mannschaftsspringen stattfinden können.

Das Geld ist seit mehr als einem Jahr verplant und sollte längst verbaut sein. Deshalb wurde sogar bereits in diesem Jahr das Hallen-Reit- und Springtunier vom Frühjahr in den Herbst gelegt.

Cornelius von Ingersleben, Geschäftsführer des Vereins, übt deshalb scharfe Kritik daran, dass das Land solange braucht, um die Kriterien für das lang angekündigte Förderprogramm festuzulegen. „Das wäre einfach zu regeln gewesen“, sagt er und erzählt von seinem frustierenden Mailverkehr mit dem Landesministerium. „Jetzt wird es noch als Erfolg verkauft, dass die Mittel für 2019 nicht verfallen“, sagt er sichtlich verärgert.

Reitverein will umbauen, um Deutsche Meisterschaft nach Legden zu holen

Die Reithalle Legden soll Schauplatz der Deutschen Meisterschaften im Pony-Mannschaftsspringen werden. Dafür soll für 220.000 Euro umgebaut werden. © Markus Gehring

Jetzt endlich im Oktober soll das Portal für die Anträge vom Land freigeschaltet werden. Bis der Verein den Antrag stellt, so Ingersleben, wird es dann noch etwas dauern. Denn jetzt müssten auch noch Angebote mit eingereicht werden. Für den Reitverein sind das für alle Gewerke insgesamt 33 Angebote. 2020 soll aber endlich mit den Umbauarbeiten gestartet werden.

Deutsche Meisterschaften angestrebt

Das ist wichtig, wiel der Legdener Verein beim Pony-Meeting die Deutschen Meisterschaften im Mannschaftsspringen ausrichten will. Den Zuschlag als kleiner Verein in einem kleinen Ort zu bekommen, ist durchaus nicht leicht. Umso perfekter muss man sich präsentieren, so Ingersleben. Die ersten Schrittte dahin sind bereits getant.

Zwei Schwerpunkte bei den Sanierungsarbeiten gibt es. Die bisherigen Sanitäranlagen wurden 1974/75 gebaut und entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. „Wir haben bei jeder Veranstaltung verstopfte Rohrleitungen“, so Cornelius von Ingersleben.

Stattdessen wird auf 75 Quadratmetern ein Erweiterungsbau errichtet, der neben den neuen Sanitäranlagen auch Platz bietet für einen Büroraum als Vereinsgeschäftsstelle. Zugleich ergibt sich dadurch ein barrierefreier Zugang zum gesamten Zuschauerbereich. Außerdem soll die nicht mehr genutzte Sattelkammer am Eingang zur Stallgasse zu einem behindertengerechten WC umgebaut werden.

Clubraum wird nicht mehr genutzt

Der bisherige Clubraum mit dem Charme der 70er-Jahre wird kaum noch genutzt. „Der Fußbodenaufbau ist bis zu acht Zentimeter abgesackt, die Fenster haben Einfachverglasung“, erläutert Cornelius von Ingersleben. Die technische Ausstattung lässt zudem keine Mediennutzung zu.

Mit seinen Sitznischen eignet sich der Clubraum auch nicht als Schulungsraum. Und genau den braucht der Verein, sagt der Geschäftsführer. Der Clubraum soll also zu einem modernen Medienraum umgebaut werden, in dem verschiedene Lehrgänge zum Beispiel zur Turniervorbereitung laufen können.

Reitverein will umbauen, um Deutsche Meisterschaft nach Legden zu holen

Das Pony-Meeting zieht die besten Ponyreiter Deutschlands an. © Raphael Kampshoff

Mit dem Umbau will man sich vor allem mit Blick auf das Pony-Meeting gut aufstellen. Der Verein, so der Vorsitzende Charly Meiß, will hier die deutschen Meisterschaften im Mannschaftsspringen austragen. Der Weg dahin ist bereits geebnet. Wurde 2018 der Wettbewerb bereits im Meisterschaftsmodus ausgetragen, gibt es diesmal den „Deutschland-Preis der Landesverbände“. Der Titel „Deutsche Meisterschaft“ könnte dann der nächste Schritt sein.

350 Reiter werden erwartet

„Wir haben mehr als 50 Nennungen aus den Landesverbänden“, zeigt sich Charly Meiß drei Wochen vor dem Pony-Meeting sehr zufrieden. Insgesamt sind für das Turnier vom 1. bis 3. Novenber mehr als 1000 Nennungen und damit „mehr als erwartet“ eingegangen. Um den Ponybesitzern und den Reitern gute Bedingungen bieten zu können, wurde bereits jetzt in Eigenleistung der Stellplatz erweitert. Statt bisher 100 Boxen wird es jetzt 150 Boxen geben.

„Wir rechnen mit 300 bis 350 Reitern aus ganz Deutschland, aber auch aus Österreich und den Niederlanden“, so Meiß. Damit sei das Legdener Ponymeeting das größte Turnier seiner Art in Deutschland.

„Moderne Sportstätten 2022“

  • Vom Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ profitieren können nur Vereine mit vereinseigenen Sportstätten oder mit langjährigen Pachtverträgen.
  • Das sind in Legden der Tennis Club und der Zucht-, Reit- und Fahrverein Legden und Umgebung.
  • Die Verteilung der Summe hat der Gemeindesportverband Legden-Asbeck entschieden. Ihm gehören sechs Vereine an.
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