Teile der Böschungsvegetation am Regenrückhaltebecken Neue Mühle werden ab dem 15. Februar „auf den Stock gesetzt“. Eine vorbereitende Maßnahme, um das Becken im Anschluss ausbaggern und entschlammen zu können. © André Salewski
Klärwerk

Regenrückhaltebecken wird ausgebaggert: Notwendiger Baumschnitt erfolgt vorab

Nach einigen Jahren wird das Regenrückhaltebecken Neue Mühle wieder einmal ausgebaggert. Dazu müssen ab dem 15. Februar Teile der Böschungsvegetation „auf den Stock gesetzt“ werden.

Gerade bei den immer häufiger auftretenden Starkregenereignissen kommt den Regenrückhaltebecken eine immer höhere Bedeutung zu. So auch dem Regenrückhaltebecken Neue Mühle.

Um dessen Funktion sicherzustellen, werden ab Montag (15. Februar) Baumschnittarbeiten durchgeführt. Die Böschungsvegetation wird „auf den Stock gesetzt“ – dies als vorbereitende Maßnahme für weitere Arbeiten.

Das Regenrückhaltebecken befindet sich auf dem alten Kläranlagengelände an der Neuen Mühle und dient dazu, bei Starkregenfällen das Wasser der Kanalisation aufzunehmen und „zwischenzuspeichern“, sodass dem Vorfluter die Wassermassen nicht direkt zufließen. Die Folge wäre sonst, dass das Gewässer – in diesem Fall der Legdener Mühlenbach – mit den schlagartig stark anfallenden Regenmassen überfordert wäre.

Wichtige Funktion bei Starkregenereignissen

„Um das Aufnahmevolumen und die Speicherkapazität auch weiterhin gewährleisten zu können, muss das Regenrückhaltebecken ausgebaggert und entschlammt werden. Diese Maßnahme ist nun angezeigt“, erklärt André Salewski, Leiter des Klärwerks.

Der den eigentlichen Arbeiten vorgelagerte Baumschnitt erfüllt dabei zwei Zwecke: Zum einen wird so die Zugänglichkeit zum Regenrückhaltebecken gewährleistet. Zum anderen wird durch regelmäßigen Rückschnitt von Bäumen verhindert, dass sich Laub in dem Rückhaltebecken ansammelt und eine starke Sedimentschicht bildet.

Naturnahe Gestaltung bleibt erhalten

Regenrückhaltebecken dienen als technische Bauwerke der Kanalisation in erster Funktion der Gewässerentlastung bei Starkregenereignissen und werden meist naturnah angelegt und betrieben. „Der Baumschnitt wird sehr sorgsam vorgenommen“, berichtet entsprechend Salewski. Selbstverständlich werde es keinen Kahlschlag geben, nur ein Teil der Bäume werde beschnitten.

Einzelne Bäume, Büsche und Hecken blieben erhalten, um neben einem technisch sicheren Betrieb auch eine naturnahe Gestaltung zu erhalten und zu fördern, teilt die Gemeinde Legden in einer Pressemitteilung mit. Ab dem 15. Februar wird diese vorbereitende Maßnahme nun vorgenommen. „Ich denke, dann werden wir für viele Jahre wieder vorgesorgt haben“, sagt André Salewski.

Über den Autor
freier Mitarbeiter

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.