Fürs gemeinsame Fußballgucken werden auch viele Devotionalien gekauft, die nicht länger als ein Turnier halten und am Ende viele Mülltonnen füllen. © picture alliance/dpa
Meinung

Plastik-Plunder zum Anfeuern von Jogis Elf: Das braucht kein Mensch!

Seit dem Sommermärchen sind in schwarz-rot-goldene Devotionalien gehüllte Fans ein gewohnter Anblick. Dabei ist weniger mehr, findet Redakteurin Anne Winter-Weckenbrock. Ein Kommentar.

Ich gebe es ja zu: Ein allzu großer Fußballfan bin ich nicht (mehr). Das Sommermärchen ist lang vorbei. Da habe ich oft in geselliger Runde die Spiele geguckt und auch eine kratzige Kunststoffkette in Schwarz-Rot-Gold getragen. Mit dem Ende der WM war auch für die Fan-Devotionalie Ende.

Oder besser die Endstation: Kaputt war sie und landete in der Tonne. Da habe ich beschlossen: So einen Plastik-Plunder brauche ich nicht mehr. Jeder, der (recht viel) Geld für ein Nationaltrikot ausgeben möchte, einen Schal, eine Fahne oder sonst etwas, das länger hält als eine WM oder EM – gerne. Von mir aus – sähe auch komisch aus, wenn keiner so etwas tragen würde beim Public Viewing. Inklusive der drei Streifen Farbe im Gesicht. Ein bisschen was gehört ja dazu.

Spielverderber oder Moralapostel, suchen Sie es sich aus

Aber jetzt bin ich Spielverderber oder Moralapostel, suchen Sie es sich aus: Was gibt es für einen Quatsch in Schwarz-Rot-Gold. Hergestellt in aller Regel zu Billiglöhnen in fernen Ländern. Aus billigem und meist schon ungesund riechendem Material. Unter schlechten Bedingungen hergestellt, um dann nach ein paar oder sogar nur einer bestenfalls feuchtfröhlichen Feier in der Tonne zu landen.

Das braucht kein Mensch, um sein Team stilgerecht anzufeuern! Das geht – um es mit dem Modewort zu sagen – auch nachhaltiger. Gute Laune wird nicht durch Kunststoff-Krempel erzeugt. Geht auch ohne.

Über die Autorin
Redaktion Ahaus
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Anne Winter-Weckenbrock

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