Neue Verbundleitung: Nora Göcke will „tolle Arbeit“ in den Kindergärten unterstützen

dzKirchengemeinde St. Brigida - St. Margareta

Die Legdener und Asbecker Kindergärten der katholischen Kirchengemeinde haben nun eine Verbundleitung. Nora Göcke sieht sich als Kommunikatorin und „Problemlöserin“, die Synergien schafft.

Legden

, 15.01.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Sie sieht sich buchstäblich „mittendrin“: aktuell noch inmitten von emsig schaffenden Handwerkern, die ihre neue berufliche Heimat im Pfarrhaus einrichten. Und allgemein übergeordnet als koordinierendes Bindeglied: Nora Göcke ist seit dem 1. Januar die Verbundleiterin für die drei Kindergärten in Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde St. Brigida - St. Margareta in Legden und Asbeck.

Angesiedelt ist die neue Verbundleitung zwischen der Ebene der Pfarrei als Träger und den Einrichtungsleitungen. Aus beiden Ebenen bezieht sie ihre Aufgaben und nimmt entsprechende Aufgaben wahr. „Mittendrin“ also.

Mehr Personal und Anforderungen

Es gibt gute Gründe für die Besetzung dieser Stelle: Legden und Asbeck wachsen, immer mehr Kinder werden in den Kindertageseinrichtungen betreut. Dafür wird immer mehr Personal benötigt. Um den immer größer werdenden Anforderungen an dieses Wachstum gerecht zu werden, hat die katholische Kirchengemeinde St. Brigida - St. Margareta nun eine Verbundleitung eingestellt.

Und in Nora Göcke eine prädestinierte Kandidatin gefunden. Geboren in Essen, hat die heutige Ahauserin lange Jahre Bezug zur Region gefunden. Einer Ausbildung zur Erzieherin schloss sich später eine Ausbildung zur Bürokauffrau an. Nach Rückkehr in den Kindergartendienst war sie noch sieben Jahre in Epe tätig, bevor sie in den vergangenen viereinhalb Jahren Leiterin des St. Josef-Kindergartens in Metelen war. „Dort habe ich schon im Verbund gearbeitet“, so Göcke. Angesichts der bisherigen beruflichen Stationen und der Ausbildung sei der Schritt zur Verbundleiterin nun nachvollziehbar, denkt sie.

Schnellere Entscheidungswege

Die 53-Jährige übernimmt nun Aufgaben aus dem Bereich der Verwaltung, so dass sich in der Einrichtung auf das pädagogische Konzept konzentriert werden kann. Die Verbundleitung ist mit Zeit und Entscheidungskompetenz ausgestattet, um die Themen Personalplanung, die Führung der Haushalte der Kindergärten, die Aufsicht der pädagogischen Arbeit sowie andere Tätigkeiten im Bereich der Verwaltung zu begleiten und zu übernehmen. Es werde folglich mehr Schreibtischarbeit auf sie zukommen als bisher, weiß Göcke.

Mit der Einführung der Verbundleitung verspricht sich der Kirchenvorstand schnellere Entscheidungswege, eine bessere Erreichbarkeit des Trägers und eine noch stärkere Verbundenheit der Kindergärten miteinander. „Die Kommunikation untereinander ist das A und O“, so Göcke. Auch die Tatsache, dass die Aufgaben mit mehr Personal und mehr Kindern vor Ort immer umfangreicher und komplexer werden, hat dazu beigetragen, dass man sich dazu entschieden hat, eine Verbundleitung einzustellen.

Entlastung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter

So sollen nicht zuletzt die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des Trägers und die Einrichtungsleitungen entlastet werden. Es gibt nun einen hauptberuflichen Ansprechpartner für Fragen der Finanzen, Verwaltung, Personalausstattung und des Gebäudemanagements, der immer sofort erreichbar ist und Probleme löst. Das geschah bisher durch ehrenamtliche Mitglieder in den Kirchenvorständen, die damit spürbar entlastet werden. „Es geht darum, in beide Richtungen zu unterstützen“, fasst es die Pädagogin zusammen.

„Wichtig ist es mir, dass wir gemeinsam arbeiten. Ich bin nicht gekommen, um hier alles neu zu machen oder etwas überzustülpen. In den Kindergärten wird schon tolle Arbeit geleistet. Es geht darum, das, was vorhanden ist, zu bündeln, um Ressourcen zu sparen und um neue Projekte und Ideen anzustoßen“, erklärt Nora Göcke. Auf den administrativen Bereich bezogen bedeute dies: „Dort, wo es möglich ist, werde ich Synergien schaffen. Gerade im Bereich Einkauf, Personaleinsatz und auch im Hinblick auf eine einheitliche Budgetierung mit kurzen Wegen zur Zentralrendantur lassen sich sicherlich Vorteile für alle erzielen.“

Für Eltern und Kinder ändert sich nichts

Für die Eltern und ihre Kinder ändert sich erst einmal nichts, stellt Nora Göcke klar. Die pädagogische Arbeit wird weiterhin im Kindergarten vor Ort geplant und reflektiert. Die Erzieherinnen, Gruppenleitungen und die jeweilige Einrichtungsleitung bleiben die maßgeblichen Begleitpersonen der Kinder und Ansprechpartner vor Ort.

Und für alle Anliegen habe sie ein offenes Ohr. „Und bald bin ich dann auch auf dem Festnetz erreichbar“, schmunzelt sie. Im Pfarrhaus mit direktem Blick auf den Kirchturm. „Mittendrin“ halt.

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