Neues Baugebiet entsteht an der Asbecker Straße für 43 Häuser

dzBaugebiet

Zwischen Asbecker Straße und Neustadt soll ein neues Baugebiet für Legden entstehen. Platz ist hier für 43 Grundstücke. Reihenhäuser dienen als Lärmschutz-Barriere zum Dorf Münsterland .

Legden

, 25.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf dem Baugebiet Roggenkamp wächst ein Haus nach dem anderen in die Höhe. Auf der anderen Seite der Asbecker Straße soll jetzt ein weiteres Baugebiet entstehen. Im Bauausschuss wurden am Montagabend im Pfarrheim in Legden die Pläne vorgestellt. Sie fanden die Zustimmung aller Fraktionen. Wichtiges Thema war der Lärmschutz.

Rund 30.0000 Quadratmeter ist die Fläche groß, davon entfallen etwa 70 Prozent auf das Wohngebiet. Es ist Platz für 43 Grundstücke. Davon sollen 37 Einzel- und Doppelhäuser sein. Außerdem sind sechs Reihenhäuser an der Straße Neustadt in Nähe der Umgehungstraße L 574 geplant. Sie haben einen besonderen Zweck.

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Torben Schulte von SWO Stadtplanung aus Borken erläuterte dem Ausschuss, dass mit diesen Reihenhäusern eine Lärmbarriere geschaffen wird. Denn in der Nähe zum Dorf Münsterland ist es jetzt in der Coronakrise ruhig, doch wenn der Betrieb wieder läuft, könnte es hier laut Schallgutachten vor allem nachts nicht leise genug sein.

Wall soll Baugebiet vor dem Lärm der Umgehungsstraße schützen

Die zweite Lärmquelle bildet die Umgehungsstraße L 574. Hier soll zwischen Baugebiet und dem schmalen Rad- und Fußweg ebenfalls Lärmschutz geschaffen werden. Die Planungen sehen zurzeit einen (begrünten) Wall mit einer Gesamthöhe von drei Metern vor. Hier kann auch ein Wall mit einer Gabionenwand oder einer anderen Wand kombiniert werden.

Das Schallschutzgutachten zeigt aber auch, dass an einigen Stellen trotzdem die Werte so hoch sind, dass darauf bei der Planung Rücksicht genommen werden muss. „Entweder die Schlafzimmer gehen zur anderen Seite heraus oder es muss eine fensterunabhängige Lüftung geschaffen werden“, so Schulte. Das gilt auch für die Reihenhäuser.

An der Asbecker Straße wäre eine Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern notwendig, so Schulte weiter. Gerd Heuser, Fraktionsvorsitzender der UWG, regte an, das Ortsschild weiter vorne kurz hinter der Umgehungsstraße aufzustellen. Schließlich sei der Bereich dann mit Häusern rechts und links der Asbecker Straße ja schon geschlossene Ortschaft.

Häuslebauer sollen ihre eigenen Vorstellungen verwirklichen können

Wie schon in anderen Baugebieten in Legden wird keine einheitliche Bauweise vorgegeben. Investor ist die Lösing Erschließungsgesellschaft. Ähnlich wie im Roggenkamp sind Einzel- und Doppelhäuser mit zwei bis drei Wohneinheiten mit zwei Vollgeschossen und einem zurückgesetzten obersten Staffelgeschoss möglich. „Die meisten bauen nur einmal im Leben, da sollen sie sich auch verwirklichen können“, sagte Torben Schulte im Bauausschuss.

Ein Grünkonzept sieht vor, dass die Vorgärten zu begrünen sind. Die Lindenreihe an der Neustadt soll erhalten bleiben, genauso die Eichenreihe an der Asbecker Straße, bis auf einen Baum. Von dort aus wird eine U-förmige Erschließungsstraße in das neue Baugebiet führen.

Die Reihenhäuser könnten sich gut für ältere Menschen eignen. In der Sitzungsvorlage heißt es: „Sie behalten Kontakt zu den alten Wohngebieten, können aber nun in kleineren günstigeren Wohnungen mit geringen häuslichen und gärtnerischen Aufwand wohnen.“

Einige Voraussetzungen wurden bereit beim Baugebiet Roggenkamp mitgeschaffen

Bereits bei der Umsetzung des Bebauungsplans Roggenkamp wurde der Grundstein für die Entwässerung des Niederschlagswassers gelegt, auf die nun aufgebaut werden kann. Bei der Entstehung des Rückhaltebeckens im Roggenkamp wurde das neue Baugebiet schon mitgedacht. Letztendlich geht das Niederschlagswasser in die Dinkel, die demnächst in diesem Bereich renaturiert wird.

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