Ob eine Straßenumbenennung beispielsweise in der Wagenfeldstraße in Legden kommen wird, steht noch nicht fest. Was eine Umbenennung kosten würde schon. © picture alliance / dpa
Straßenumbenennung

Nazi-Hintergrund: Das würde die Straßenumbenennung in Legden kosten

Vom Rat in den Bau-Ausschuss: Bis feststeht, ob drei Straßen in Legden umbenannt werden, dauert es noch eine Weile. Aber was die Umbenennungen kosten würden, das weiß man schon jetzt.

Ob und wann in Legden die drei Straßen mit nationalsozialistischem Hintergrund umbenannt werden, das steht noch lange nicht fest, denn das Thema wurde in der letzten Ratssitzung an den Ausschuss für Planen, Bauen, Landwirtschaft und Umwelt gegeben.

Dieser tagt erst im September wieder, bis dahin vergeht also noch einiges an Zeit. Dort wird dann über die Notwendigkeit der Umbenennung beraten werden und auch die Anlieger sollen ins Boot geholt werden. Wollen diese überhaupt die Umbenennung ihrer Straßen? Das ist nämlich mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden, weiß auch Jürgen Göckemeyer von der Gemeinde Legden.

Vor allem zeitlicher Aufwand

Der Fachbereichsleiter für Finanzen bei der Gemeinde antwortete auf Nachfrage der Redaktion: „Auf die Anlieger der Straßen kommen die Kosten zu, die beispielsweise bei einer Adressänderung im Rahmen eines Umzugs anfallen.“

Dabei dürfte es sich eher um zeitlichen als finanziellen Aufwand handeln, denn die neue Adresse muss vielen Institutionen mitgeteilt werden. „Da eine neue Nummerierung der Häuser nicht erforderlich ist, fallen keine Kosten für Hausnummern an“, so Göckemeyer weiter. Vermieter müssen ihre Mieter über die Umbenennung und die damit verbundenen Folgen in Kenntnis setzen.

Kosten unter 1000 Euro

Die reinen Sachkosten für eine Straßenumbenennung seien aus Sicht der Verwaltung eher gering. „Im Grunde sind es nur die neuen Straßenschilder plus Kosten des Bauhofes für die Anbringung. Wir gehen hier von Kosten deutlich unter 1000 Euro aus“, schreibt Jürgen Göckemeyer auf eine Presseanfrage.

Innerhalb der Verwaltung fallen allerdings noch Personalkosten in den verschiedenen Fachbereichen an. „So müssen ja alle hier vorhandenen Datenbanken und Register wie Meldewesen und Steuerwesen entsprechend angepasst werden“, so Göckemeyer. Die Höhe der Personalkosten stehen derzeit nicht fest.

Aber nicht nur auf die Verwaltung würde durch die Umbenennung der drei Straßen (Friedrich-Castelle-Straße, Lönsweg und Wagenfeldstraße) Aufwand zukommen. „Zudem müssen die Umbenennungen an andere Behörden, Firmen oder Einrichtungen zur dortigen Änderung mitgeteilt werden. Auch dort entsteht somit Personalaufwand“, antwortet der Fachbereichsleiter Finanzen auf Nachfrage der Redaktion.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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