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Legdener sagen zum Bauvorhaben einer Verdichterstation 1802 Mal „Nein danke“

dzUnterschriftenaktion

Die Bürgerinitiative „Verdichterstation – nein danke“ hat in Münster Regierungspräsidentin Dorothee Feller eine dicke Unterschriftensammlung überreicht.

Legden

, 13.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Es war schon eine imposante Sammlung, die Rainer Bergemann, Stefanie Weische, Reinhold Eynck und Thomas Leivermann von der Bürgerinitiative „Verdichterstation – nein danke“ mit nach Münster genommen haben. Sie überreichten jetzt ihre Unterschriftenliste an Regierungspräsidentin Dorothee Feller.

Die Bürgerinitiative hat vor allem in Legden, aber auch in Rosendahl und über eine Online-Petition 1802 Unterschriften gegen die von Open Grid Europe in Legden auf einer Fläche von rund sechs Hektar geplanten Bau einer Verdichterstation gesammelt. Sie will sich mit ihrer Aktion schon frühzeitig in den Prozess um die Genehmigung einbringen.

Denn noch ist nichts entschieden, gibt es noch keine Anträge von Open Grid Europe für die Verdichterstation, die der Fernleitungsnetzbetreiber im Haulingort errichten will.

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Noch gibt es keinen Antrag

Das erklärten Regierungspräsidentin Dorothee Feller und der Leiter des zuständigen Verkehrsdezernates Peter Beidenhauser, die der Legdener Initiative den Ablauf eines Planfeststellungsverfahrens vorstellten. Innerhalb des Planfeststellungsverfahrens werden dann die Antragsunterlagen offengelegt und die Öffentlichkeit beteiligt.

„Wir möchten gehört werden“, erklärte Rainer Bergemann für die Bürgerinitiative. „Die Stimme des Bürgers muss genauso in die Waagschale gelegt werden wie die Interessen der Fernleitungsnetzbetreiber.“ Bei Dorothee Feller fühlten sich die Legdener gut aufgenommen. „1802 Unterschriften, das ist schon was für so ein kleines Dorf“, sagte Rainer Bergemann am Freitag im Gespräch mit der Münsterland Zeitung.

Dialog mit dem Ältestenrat

Bei der Übergabe der Unterschriften bleibt es jedoch nicht. „Wir gehen Schritt für Schritt weiter“, so Bergemann. Demnächst möchte die Bürgerinitiative ein weiteres Mal mit dem Ältestenrat der Gemeinde Legden, in dem neben dem Bürgermeister auch Vertreter der drei Fraktionen sind, beraten, wie es weiter gehen kann. Außerdem möchte die Initiative das Angebot von Open Grid Europe annehmen und eine vergleichbare Verdichterstation besichtigen.

Sechs Hektar Fläche, zwei weitere während des Baus, benötigt Open Grid Europe für die Legdener Verdichterstation, die sie ab 2020 bauen möchte. Sie gehört zur Zeelink-Ferngasleitung, wenn über die Nord Stream II Gas aus Russland aus dem Norden nach Legden fließen wird. Aber auch die Realisierung dieses Großprojekts ist noch nicht endgültig beschlossen. Für Rainer Bergemann und seine Mitstreiter steht unabhängig davon fest: „Die Anlage gehört hier nicht hin.“

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