Schnelles Internet im Außenbereich wird in Legden Stück für Stück zur Realität

dzBreitbandausbau

Es geht gut voran mit dem Breitbandausbau im Legdener Außenbereich. So gut, dass bereits erste Haushalte in den Genuss des Turbo-Internets kommen. Doch wann folgt der Rest?

Legden

, 09.09.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Langsamer Seitenaufbau, E-Mails die nicht ankommen oder auch Downloads, die eine Ewigkeit dauern – das alles soll in den kommenden zwölf Monaten im Legdener Außenbereich endgültig der Geschichte angehören. Erste Haushalte kommen sogar schon jetzt in den Genuss des Turbo-Internets.

„Die ersten 53 Haushalte sind angeschlossen“, bestätigt Legdens Bürgermeister Friedhelm Kleweken auf Nachfrage. Und das zeigt: Die Arbeiten des Breitbandausbaus, die im Oktober 2018 Am Wehr 236 begannen, schreiten zügig voran.

Die Arbeiten verlaufen nach Plan

Alleine 55 Kilometer Grabentrasse und 150 Kilometer dünne Rohre für die Glasfasern werden in Legden verlegt. Auf zwei Jahre sind die Arbeiten ausgelegt. „Jetzt ist knapp die Hälfte der Bauzeit rum und wir können sagen: Es läuft wirklich alles nach Plan“, so Friedhelm Kleweken.

Den Leitungsbau in Legden übernimmt die Firma Grethen. Die beiden Internetanbieter Epcan aus Vreden und Muenet aus Rosendahl sind für die Leitungen als solches verantwortlich. Rund 380 Haushalte sollen insgesamt in Legden, so die Planungen, an das Turbo-Internet angeschlossen werden – im Laufe der kommenden zwölf Monate.

In Teilen sollen Individuallösungen zum Tragen kommen

In Legden werden außerdem zwei Hauptverteiler und viele Unterverteiler gebaut, von denen die Glasfaserleitungen dann zu den einzelnen Haushalten laufen. Und genau das könnte für einige Haushalte zum Problem werden. Denn liegen die Haushalte zu weit von der Leitung entfernt, müssen diese den Tiefbau selbst stemmen.

Schnelles Internet im Außenbereich wird in Legden Stück für Stück zur Realität

Vertreter der Gemeinden Legden, Heek und Schöppingen, von drei Firmen und der Bezirksregierung trafen sich Ende Oktober 2018 zum ersten symbolischen Spatenstich am Wehr 236 im Außenbereich von Legden. © Ronny von Wangenheim

Wie viele Haushalte dies exakt betrifft, konnte Friedhelm Kleweken ad hoc nicht sagen. Aber: „Es sind einige und für diese wird an einer Individuallösung gearbeitet. Ich bin optimistisch, dass dies auch gelingen wird.“

Das Land fördert den Ausbau zu 90 Prozent

Insgesamt beträgt das Kostenvolumen für den Breitbandausbau, wie auch in Heek und Schöppingen, zwei Millionen Euro. Durch die 90-prozentige Förderung des Landes erhält jede Gemeinde 1,8 Millionen Euro und muss selbst „nur“ 200.000 Euro hinzusteuern.

Das Beantragen der Fördermittel sei zwar ein „komplexes Verfahren“ gewesen, so Friedhelm Kleweken, aber: „Schnelles und zuverlässiges Internet ist einfach essenziell in der heutigen Zeit, nicht nur für unser Gemeinde. Der Aufwand hat sich also definitiv gelohnt.“

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