Legden ist coronafrei, das könnte auch so bleiben – erst einmal

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Null Infizierte meldet der Kreis Borken für Legden. Insgesamt haben sich hier 19 Menschen infiziert, so wenige wie sonst nirgendwo im Kreis. Das ist nicht die einzige gute Nachricht.

Legden

, 02.06.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kein Mensch in Legden ist derzeit mit dem Coronavirus infiziert. Das ist eine gute Nachricht für das Dahliendorf. Seit Pfingstsamstag vermeldet der Kreis Borken keine Infizierte mehr für Legden. Insgesamt hielten sich die Fallzahlen in Grenzen. 19 Infizierte wurden seit Beginn der Coronakrise in Legden mit seinen rund 7300 Einwohnern gezählt. „Wir haben uns sehr über die Nachricht gefreut“, sagt Bürgermeister Friedhelm Kleweken auf Nachfrage am Dienstag.

Zum Schluss, so informiert Bürgermeister Friedhelm Kleweken, waren es ausschließlich Mitarbeiter von fleischverarbeitenden Betrieben in der Region, die in Legden leben und mit dem Coronavirus infiziert waren. Ein größerer Kreis war deshalb auch bis vor Kurzem in „häuslicher Absonderung“. Sie haben aber praktisch keinen Kontakt zur Legdener Bevölkerung, was die Ansteckungsgefahr begrenzte. Im Schlachthof Legden waren die Tests bei allen Beschäftigten negativ, niemand war infiziert.

Kleweken sagt weiter zu den guten Zahlen: „Wir hoffen, das bleibt so.“ Die Chancen stehen nicht schlecht. „Zurzeit ist in Legden niemand mehr in Quarantäne. Es gibt keine Verdachtsfälle“, so der Bürgermeister. Wenn er sich umschaut in Legden, ist er zufrieden. „Ich stelle fest, dass sich die Menschen hier sehr diszipliniert und besonnen verhalten. Man muss ihnen ein großes Kompliment machen.“ Die Zurückhaltung, die Einhaltung von Abstand und Maskenpflicht habe Wirkung gezeigt.

An den Pfingsttagen musste das Ordnungsamt nicht eingreifen

Auch an den Pfingsttagen blieb alles ruhig. Das Ordnungsamt musste nicht aktiv werden. Auch wenn natürlich bei dem guten Wetter viel mehr Spaziergänger oder Fahrradfahrer unterwegs waren und Besuche im Verwandten- und Freundeskreis gemacht wurden.

Friedhelm Kleweken warnt aber, die Zahlen überzubewerten. In der Nachbargemeinde Heek habe man gesehen, wie schnell sich die Lage auch wieder ändern könne. Vor allem gesellige Feiern, zumal wenn Alkohol im Spiel ist und die sonst gut geübten Corona-Regeln nicht eingehalten werden, bieten weiter die größte Gefahr für Ansteckung größerer Personengruppen. Vor allem Risikogruppen mahnt er weiter zur Vorsicht.

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Das Ordnungsamt hat in den vergangenen Monaten immer wieder kontrolliert. Anfangs, so berichtet Ordnungsamtsleiter Hans Wittmund, mussten Treffen von Jugendlichen aufgelöst werden. Kleweken ergänzt: „Die beiden Mitarbeiter des Jugendhaus Pool, das ja geschlossen hatte, haben daraufhin aufsuchende Sozialarbeit gemacht.“ Zufrieden sind Kleweken und Wittmund auch damit, wie die Gastronomie und Einzelhandel mit den Vorgaben umgehen. Kleweken: „Einige haben mehr getan, als sie mussten. Das hat gut funktioniert.“

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