Dicht bepflanzte Beete werden von tierischen Besuchern sehr geschätzt

dzSchöne Gärten

Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck ist fast jeder Quadratmeter bepflanzt. An vielen Ecken findet man etwas Essbares, das ganze Jahr über blüht der Garten. Neue Ideen sind schon vorhanden.

Legden

, 24.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

An manchen Stellen im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck muss man sich richtiggehend durchschlagen. „Urwaldartig“ nennt die Gartenbesitzerin selbst die Verhältnisse, wenn die Pflanzen aus dem einen und dem anderen Beet kaum Platz dazwischen lassen. Aber diese Dichte hat System. „Das war alles mal Wiese“, sagt Birgitt Kruse. Das kann man sich fünfeinhalb Jahre, nachdem sie mit ihrem Mann eingezogen ist, kaum noch vorstellen.

Denn Phloxe, Lavendel, Katzenminze und vieles mehr sind auf engem Raum in den verschiedenen Beeten bunt durcheinander gepflanzt. Die meisten Pflanzen stammen dabei aus Biolandgärten. „Ich gärtnere ohne Gift und künstlichen Dünger“, betont Birgitt Kruse.

Überall etwas Essbares

„Mein Garten soll das ganze Jahr über blühen“, nennt Birgitt Kruse eines ihrer Grundprinzipien für den Aufbau. An verschiedenen Stellen ist deshalb der Helleborus als Winterblüher angepflanzt. Neben den Geranien, Rosen oder dem Dost beinhaltet der Garten auf dem 660 Quadratmeter großen Grundstück auch viele Obstbäume und -sträucher. Äpfel, Birnen, Kirschen, Johannisbeeren, Blaubeeren und Stachelbeeren, aber auch der Giersch wird hier im Jahresverlauf geerntet. „Man kann viel mehr essen, als man denkt“, gibt die Gärtnerin zu bedenken.

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Gerade habe sie Kartoffeln geerntet. Der Apfelbaum der Sorte „Rote Liebe“ trägt aktuell viele Früchte. Im Gemüsegarten sind zudem Bohnen, Feldsalat, Tomaten und Spinat angepflanzt. „Man findet viel Essbares an allen Ecken. Gesunde Ernährung ist für uns wichtig“, sagt Birgitt Kruse beim Rundgang durch den Garten.

Weil sie sich gemeinsam mit ihrem Mann Jürgen sehr um Wildbienen kümmert, freut sich die Gärtnerin, dass viele Insekten, vor allem Hummeln, sich auf Lavendel oder Kugeldistel niederlassen. „Viele Pflanzen habe ich nach dem Hauptkriterium des Gartens als Bienenweide gekauft“, erläutert Birgitt Kruse.

Pflanzen schützen sich gegenseitig

Die Insekten sind aber nicht die einzigen tierischen Besucher in Kruses Garten. Viele verschiedene Vögel, Igel, Eichhörnchen oder ein Mauswiesel hat das Ehepaar schon beobachtet. „Wir sind relativ nah am Bach“, nennt Birgitt Kruse die Lage als wesentlichen Grund für die Naturvielfalt in ihrem Zuhause. Zudem gibt es im Garten eine Wasserstelle für Vögel, eine Igelhütte und einen Eichhörnchenkobel.

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Ein Blick in den Garten von Birgitt Kruse

Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.
24.07.2020
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Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker
Im Garten von Birgitt Kruse in Asbeck wachsen die Pflanzen dicht an dicht.© Bastian Becker

Die Kompaktheit des Gartens sorgt laut der Hobbygärtnerin auch dafür, dass nicht allzu viel gegossen werden muss. „Die Pflanzen beschützen sich gegenseitig“, weiß Birgitt Kruse. Dennoch habe auch ihr Garten unter der Trockenheit der vergangenen Jahre gelitten. Zwei Stunden arbeitet sie im Sommer täglich zwischen den Beeten, mäht die übrigen Rasenstücke, erntet und schneidet verblühte Pflanzen ab.

Selbst die vergleichsweise kleine Rasenfläche bevölkern einige Pflanzen, die unplanmäßig wachsen. Das stört Birgitt Kruse nicht: „Wenn sich auf der Wiese etwas entschließt, außerhalb des Beetes zu wachsen, darf es das machen.“ Einige Pflanzen wie die Rudbeckien oder Anemonen verteilen sich zudem von alleine im ganzen Gartengebiet.

Überblick per Karteikarten

„Der Garten ist nicht riesig, aber wir haben viel reingepackt“, fasst Birgitt Kruse zusammen. Dazu zählen auch vom Aussterben bedrohte Baumsorten wie der Speierling oder ein Maulbeerbaum. Für alle Pflanzen hat die Gartenliebhaberin übrigens ein Karteikartensystem angelegt, um den Überblick zu behalten. „Früher habe ich auch noch ein Gartentagebuch geführt, das mache ich aber nicht mehr“, berichtet Birgitt Kruse.

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„Ich liebe Geranium, Rosen und Phloxe“, antwortet die Asbeckerin auf die Frage nach ihren Lieblingspflanzen. Zu den Flammenblumen zitiert sie den Potsdamer Gärtner Karl Foerster: „Ein Garten ohne Phlox ist ein Irrtum.“ Einen echten Lieblingsort hat Birgitt Kruse im Garten nicht. „Wenn es heiß ist, sitzen wir aber auf der Nordseite. Da ist es drei, vier Grad kühler als auf der Terrasse“, erzählt sie.

Begeisterung für Garten seit der Kindheit

Die Begeisterung für Garten und Natur begleitet Birgitt Kruse schon seit ihrer Kindheit. Wie ihre Geschwister hatte sie im Garten der Eltern eine kleine Gemüseecke, „ich war die einzige, die das richtig bepflanzt hat“, erinnert sie sich.

Bevor die Kruses nach Asbeck zogen, widmete sich Birgitt Kruse zehn Jahre lang einem wesentlich größeren Garten auf einem 1500 Quadratmeter großen Grundstück im Landkreis Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen).

Egal ob kompakt oder groß: „Ein Garten ist nie fertig“, diese Erkenntnis hat Birgitt Kruse im Laufe der Jahre gewonnen. „Ich habe schon Ideen, was ich im nächsten Jahr machen will. Das ist ein sich immer weiterentwickelndes Projekt und einfach spannend“, sprüht sie vor Energie für die Zukunft.

Viele neue Pflanzen will sie nicht erwerben, die Beete sind ja ohnehin schon voll besetzt. „Ich setze einfach die Pflanzen um und verteile sie neu. In der Regel klappt das“, zeigt sich Birgitt Kruse optimistisch.

Blicke in den Garten werfen

  • Die Redaktion der Münsterland Zeitung möchte gerne für ihre Leser Blicke in Gärten, auf Terrassen oder Balkone werfen, die sonst der Öffentlichkeit verborgen bleiben.
  • Haben Sie ein grünes oder bunt blühendes Paradies? Züchten Sie besondere Pflanzen oder gar Gemüse?
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