Klimaschutzpreis 2020: Weniger Teilnehmer – mehr gefahrene Kilometer

dzStadtradeln

Viel Engagement für den Klimaschutz zeigten die Teilnehmer des Stadtradelns in Legden und Asbeck. Es waren weniger Teilnehmer als im Jahr zuvor, aber dafür haben die so richtig in die Pedalen getreten.

Legden

, 21.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zahlreiche Vereine, Teams, Gruppen und Privatpersonen haben sich auch im Jahr 2020 wieder an der Aktion Stadtradeln beteiligt, und das trotz oder gerade wegen der Corona-Pandemie.

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Auch in diesem Jahr stand der Preis, der von Westenergie und der Gemeinde Legden vergeben wird, wieder ganz im Zeichen des Natur- und Umweltschutzes. Beim Stadtradeln geht es darum, 21 Tage lang möglichst auf das Auto zu verzichten und somit viele Alltagswege mit den Fahrrad, also klimafreundlich, zurückzulegen. Am Montag, 19. Oktober, wurden um 18 Uhr im Haus Weßling die besten Radler ausgezeichnet.

Verwaltung geht mit guten Beispiel voran

„Jeder Kilometer zählt, erst recht, wenn er sonst mit dem Auto zurückgelegt worden wäre“, so Bürgermeister Friedhelm Kleweken. Er und das Kollegium des Rathauses radelten im Team „Radler Team der Gemeinde Legden“ vom 16. August drei Wochen lang für mehr Klimaschutz.

„Jede Initiative für den Umweltschutz verdient unsere Hochachtung und Wertschätzung. Bei diesem speziellen Projekt hat die gesamte Gemeinde die Möglichkeit sich einzubringen – und die Verwaltung geht auch noch mit gutem Beispiel voran. Das freut uns ganz besonders“, sagt Monika Schürmann, Kommunalmanagerin bei Westenergie.

Fahrradfahren spart Kohlenstoffdioxid

Zwar habe es bei der Aktion Stadtradeln zwar weniger Teilnehmer als im Jahr davor gegeben, dafür wurde trotzdem mehr Kohlenstoffdioxid eingespart. Bereits zum dritten Mal hat die Gemeinde Legden beim Stadtradeln mitgemacht. Dafür gibt es sogar extra eine Softwareplattform. „Das ist eine relativ einfache Sache, wo man die Kilometer einträgt“, erklärt Friedhelm Kleweken. „Wir freuen uns, das viele mitgemacht haben.“ Im Jahr 2019 waren 183 Radler dabei, 2020 waren es 159. Dafür wurden in 2019 40.000 Kilometer an Strecke insgesamt zurückgelegt, in 2020 waren es sogar 46. 000 Kilometer.

Zum Schutz des Klimas radelten auch junge Gemeindemitglieder bereits mit.

Zum Schutz des Klimas radelten auch junge Gemeindemitglieder bereits mit. © Laura Schulz-Gahmen

Monika Schürmann rechnete im Kopf blitzschnell aus, wie viele Tonnen Kohlenstoffdioxid durch das Radeln der Teilnehmer insgesamt eingespart wurden. Und sie rechnete das sogar in die Umwandlungsleistung von Bäumen um: „2019 wurden sechs Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart, 2020 waren es sogar sieben Tonnen.“ Das sei die Leistung von 80 Buchen mehr als im vergangenen Jahr, eine enorme Menge. Insgesamt wurde so die Leistung von 560 Buchen von den Teilnehmern mit dem Fahrrad erfahren.

Das sind die Gewinner

Den dritten Platz belegt das Dahliengarten Team, sie haben 2085 Kilometer erradelt und erhielten 200 Euro Preisgeld. Der zweite Platz geht an den SuS Leichtathletik mit 5686 gefahrenen Kilometern und 300 Euro Preisgeld. Der erste Platz geht an den GBF Grenzenlos mit 7893 Kilometern, der Verein bekommt 500 Euro Preisgeld.

Aber es gab auch Einzelfahrer. Bronze erreichte mit 1025 gefahrenen Kilometern Matthias Eidhoff vom Team Asbeck Mitte, Silber ging mit 1044 gefahrenen Kilometern an Rainer Scharlau vom Team Legden Racers und Gold holte sich Florian Frankemöller mit 1056 erradelten Kilometern vom Team Stapelbroek.

Fahrradfahren darf man immer

Bürgermeister Friedhelm Kleweken wünschte allen Preisträgern viel Gesundheit in diesen Zeiten, sodass man im April 2021 das ganze wiederholen könne. Aber Fahrradfahren dürfe man ja auch sonst immer.

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Gerne hätte die Gemeinde Legden den Gewinnern mehr geboten als die reine Preisübergabe, aber das ließ die aktuelle Coronalage nicht zu.

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