"The Rocking Waves" präsentieren in der Düstermühle am Sonntagabend rockige Schlager. © Werk Zwo Fotostudio
Düstermühlentreff

Kleines Programm rund um die Düstermühle mit Musik und Frühschoppen

Der Düstermühlenmarkt fällt in diesem Jahr Corona zum Opfer. Michael Schaedel, Betreiber der Gastronomie an der Mühle, will am Sonntag und Montag dennoch etwas Marktflaire transportieren.

Er wird nicht stattfinden, auch nicht in abgespeckter Form: Der Düstermühlenmarkt, immerhin der größte und bekannteste Landmarkt in der Region, fällt Corona zum Opfer. Dort, wo sich im vergangenen Jahr nach Angaben des Veranstalters noch weit über 40.000 Besucher zwischen den Ständen, Buden und Fahrgeschäften vergnügt haben, sind die Felder der Betreiber Bernhard Hülsken, Ludger Kerkhoff, Michael Schaedel und Bernhard Lösing weitgehend leer.

Schon im April waren sich alle vier einig, kein Risiko einzugehen und den Dingen erstmal seinen Lauf zu lassen. Aber nun, wo der Termin näher rückt, sei die Enttäuschung schon groß. Immerhin ist der Markt, welcher vor 252 Jahren erstmals genehmigt wurde, nur äußerst selten ausgefallen, das letzte Mal 2010, als Dauerregen und eine große Überschwemmung der Dinkel alles lahm legte.

Flagge zeigen in Corona-Zeiten

Ein bisschen Düstermühlenmarktflaire soll es aber trotzdem geben. “Wir wollen auch in Corona-Zeiten Flagge zeigen und den Leuten zeigen: Wir halten zusammen, die Düstermühle lebt, auch wenn alles etwas anders ist “, so Michael Schaedel, der Betreiber der Gastronomie an der Düstermühle (Wehr 252). Er will am Sonntag und Montag, 30. und 31. August, auf der Terrasse und im Mühlengarten mit Bierzeltgarnituren eine der Coronaverordnung konforme Fläche aufbauen, wo sich dann Gäste, Nachbarn, Freunde und Aussteller des Marktes treffen können.

„Für mich war immer klar, dass wir an der Düstermühle eine Ersatzveranstaltung anbieten, wenn die Corona-Bedingungen es zulassen. Aktuell ist das gut möglich“, erklärt Michael Schaedel. Auf den Stehtischen sind die Regeln – zum Beispiel Masken beim Gang auf die Toilette oder zum Getränkeholen – zu lesen.

Ehemaliger ESC-Teilnehmer singt rockige Schlager

Am Sonntag ist die Düstermühle ab elf Uhr geöffnet. Für musikalische Unterhaltung ist gesorgt, Kalle Höper und seine Grenzlandmusikanten werden ab etwa 14 Uhr aufspielen, ab 18 Uhr wird die Schlagerrockband Rocking Waves, eine Formation rund um Schlagerikone Andreas Lebbing (Frontsänger der Gruppe Wind, zwei Mal Zweiter beim Eurovision Song Contest) für Stimmung an den Bierzeltgarnituren sorgen. Sie präsentiert bekannte Hits und Schlagertitel in einem ureigenen rockigen Sound.

Außerdem unterhält DJ Michael Jansen mit den besten Hits von gestern bis heute, auch wenn es coronabedingt keine Tanzfläche geben wird. Gegen 23 Uhr soll das Programm beendet sein. Am Montag startet ab 9 Uhr der traditionelle Frühschoppen mit Schinkenbrot und Körnchen, diesmal ohne Krammarkt, Kirmes und Thekenbetrieb, aber trotzdem tischgerecht gesellig und mit Livemusik durch Entertainer Johnny Latino.

Auch für den Veranstalter ein Abenteuer

„Wir haben tolle Musiker, eine schöne professionelle Bühne und hoffen, dass das Wetter auch mitspielt. Ein bisschen Glück müssen wir auch haben“, meint Michael Schaedel, für den die Veranstaltung „auch ein Abenteuer“ ist. So richtig könne er nicht abschätzen, wie groß das Interesse an der Veranstaltung sein wird. „Wir müssen mal gucken, wie das angenommen wird. Auf jeden Fall muss alles ruhig und mit Respekt ablaufen, dafür werden wir sorgen“, verspricht Michael Schaedel.

Wenn zu viele Gäste auf das Gelände wollten, müsse man einige bitten, zu einem anderen Zeitpunkt wiederzukommen. Bei regnerischem Wetter sei es aber genauso gut möglich, dass die Plätze nur zur Hälfte belegt werden. Auch wenn Michael Schaedel diese Ersatzveranstaltung natürlich gerne organisiert, betont er: „Alle Betreiber freuen sich schon auf den Düstermühlenmarkt im nächsten Jahr.“

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Bastian Becker

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