K33: Neue Radwegestücke geben mit 2,50 Metern Breite viel Sicherheit

dzRadwege Legden

Sicher radeln zwischen Legden und Stadtlohn: Diesem Ziel sind Kreis Borken und Gemeinde Legden nun näher gekommen. Über zwei Kilometer neuer Radweg sind an der Kreisstraße 33 entstanden.

Legden

, 24.09.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange haben vor allem die Legdener und Stadtlohner darauf gewartet, nun ist er fertig: Der Radweg entlang der vielbefahrenen Kreisstraße 32 zwischen Legden und Stadtlohn. Noch ist er nicht offiziell vom Bauträger, dem Kreis Borken abgenommen, aber befahren werden können die beiden neuen Teilstücke schon.

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Und das werden sie auch, wie Landrat Dr. Kai Zwicker und Legdens Bürgermeister Friedhelm Kleweken beim Ortstermin feststellen: Mit Schwung fahren Kerstin und Ewald Gödde mit ihren Fahrrädern aus Richtung Stadtlohn kommend auf die Brücke zu und bremsen. Sie kommen von der Egelborg, erzählen sie.

„Wir finden den Weg gut. Und die Brücke ist richtig toll!“ , lobt Kerstin Gödde. Die Legdener sind „bestimmt schon drei-, viermal“ über den Radweg gefahren. „Nur schade, dass das letzte Stück fehlt“, meinen die beiden.

Nicht nur eine Brücke über die Dinkel wurde für den Radweg gebaut, einige Meter lang werden die Radfahrer auch durch ein Geländer davor gesichert, bei einem Sturz im tiefer liegenden Graben zu landen.

Nicht nur eine Brücke über die Dinkel wurde für den Radweg gebaut, einige Meter lang werden die Radfahrer auch durch ein Geländer davor gesichert, bei einem Sturz im tiefer liegenden Graben zu landen. © Anne Winter-Weckenbrock

Kai Zwicker und Friedhelm Kleweken nicken. Die Brücke über die Autobahn 31 ist nicht breit genug für einen Radweg. Aber genau dort, in der Höhe, gelang es der Gemeinde Legden bislang nicht, die notwendige Fläche zu erwerben. Und eine Verbreiterung der Autobahnbrücke würde mächtig ins Geld gehen.

Dort fahren die Radler einen kleine Schleife. „Die ist vertretbar“, sagt Friedhelm Kleweken. „Und für Randwanderer sicher noch schöner zu fahren“, nennt der Landrat einen kleinen Vorteil der Notlösung. Aber: Kai Zwicker lenkt den Blick auf das Ziel des Radwegeausbaus im Kreis Borken. Es geht nämlich vor allem auch um die Mobilität der Einwohner. Und die sollen hier wie dort vermehrt aufs umweltfreundliche Fahrrad oder Pedelec umsteigen.

Neue Radwege geben mit 2,50 Metern Breite viel Sicherheit

„Alle Radwege, die der Kreis Borken saniert oder neu anlegt, werden breiter ausgebaut“, erklärt der Landrat. Auch der Weg entlang der Kreisstraße 33 hat komfortable 2,50 Meter in der Breite: Viel Platz für Begegnungs- oder Überholverkehr für Radler, die dank Elektroantrieb flott unterwegs sind. Und so auch schneller zum Arbeitsplatz oder zur Schule kommen.

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Im Kreis Borken seien knapp 100 Kilometer Radwege gebaut worden. Projekte gab es in Heiden, in Weseke oder auch ein großes in Oeding an der Baumwollstraße. Die Infrastruktur für die gewünschte Radmobilität herzurichten, „das ist schon eine Herausforderung“, bekennt der Landrat.

Nun ist der Radweg auf fast zwölf Kilometern zwischen Stadtlohn und Legden entlang der Kreisstraße 33, die in verschiedenen Bauabschnitten entstanden sind, befahrbar – bis auf das besagte, nicht einmal einen Kilometer lange Teilstück an der A31-Brücke. Hier wolle die Gemeinde weiter Gespräche führen, um zu einer Lösung zu kommen.

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Legdens Bürgermeister hebt beim Ortstermin noch einmal das Engagement des Schützenvereins Beikelort-Isingort hervor: Die Schützen haben ein Teilstück der Radweg-Schleife in Eigenarbeit erstellt, „eine Art Bürgerradweg“, so Friedhelm Kleweken. Auch lobt er die „weit über zehn Anlieger“, mit denen die Gemeinde wegen der Grundstücke verhandelte. „Die haben gut mitgezogen.“ Und alles sei immer in Kooperation mit der Stadt Stadtlohn erfolgt, ergänzt der Bürgermeister.

Landrat Kai Zwicker und Legdens Bürgermeister Friedhelm Kleweken zeigten sich zufrieden mit dem neuen Radwegstück zwischen Stadtlohn und Legden. Zuletzt waren noch einmal zwei teilstücke von 1000 und 1250 Metern gebaut worden - auch eine Brücke über die Dinkel (Bild).v

Landrat Kai Zwicker und Legdens Bürgermeister Friedhelm Kleweken zeigten sich zufrieden mit dem neuen Radwegstück zwischen Stadtlohn und Legden. Zuletzt waren noch einmal zwei Teilstücke von 1000 und 1250 Metern gebaut worden - auch eine Brücke über die Dinkel (Bild). © Anne Winter-Weckenbrock

Die knapp eine Million Euro Baukosten für die zuletzt fertig gestellten Teilabschnitte (1000 und 1250 Meter lang) werden zum größten Teil vom Land NRW getragen. 70 Prozent übernimmt NRW, die restlichen 30 Prozent teilen sich der Kreis Borken und die Gemeinde Legden je zur Hälfte.

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