In Legden gibt es keine Trinkwasser-Not dank der geografischen Lage von Coesfeld

dzKeine Wasserknappheit

Es herrscht keine Trinkwasserknappheit in Legden. Das erklären die Stadtwerke Coesfeld, die das Wasser für Legden liefern. Grund ist die besondere geografische Lage.

Legden

, 28.06.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Wasser für Legden fließt über Kreisgrenzen hinweg. Und das ohne jede Einschränkung. Die Stadtwerke Coesfeld blicken in diesen Tagen entspannt auf die Wasserverbrauchszahlen. „Es gibt keine Trinkwasserknappheit“, sagt Pressesprecherin Antje Evers. „Unser Wasser kommt aus einem riesigen unterirdischen, natürlichen Wasserspeicher.“

Die „Halterner Sande“ stellen für die öffentliche Trinkwasserversorgung im südwestlichen Münsterland und im nördlichen Ruhrgebiet eine wichtige Ressource dar. Das Verbreitungsgebiet der Halterner Sande mit Zentrum in Haltern umfasst rund 770 Quadratkilometer.

Sechs in diesem Gebiet angesiedelte Wasserversorgungsunternehmen, darunter die Stadtwerke aus Coesfeld, aus Borken und aus Gescher, fördern derzeit rund 53 Millionen Kubikmeter natürliches Grundwasser aus den Halterner Sanden.

Verantwortlich mit Wasser umgehen

Auch wenn nicht wie in Stadtlohn oder Vreden das Wasser knapp wird, verschwenderisch sollte man auch in Legden nicht mit Wasser umgehen. „Mit Wasser, unserem Lebensmittel Nummer 1, muss man verantwortlich umgehen“, appelliert Antje Evers an die Wasserkunden.

Sparsam beim Rasensprengen, aber großzügig beim Trinken: „Unser Wasser hat eine hervorragende Wasserqualität“, sagt die Pressesprecherin. Wer es genauer wissen will, findet auf der Internetseite genaue Informationen über die Zusammensetzung des Wassers. Da kann man zum Beispiel sehen, dass Magnesium und Calcium-Gehalt den Vergleich zu Mineralwässern nicht zu scheuen brauchen.

Mediziner und Sportmediziner plädieren teilweise dafür, bei großer Hitze und entsprechendem Flüssigkeitsverlust lieber Mineralwasser zu trinken als das Wasser aus dem Hahn. Eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest hat jetzt ergeben, dass Leitungswasser sogar manchmal mehr Mineralien hat als Mineralwasser.

3000 Kubikmeter Wasser im Hochbehälter in Holtwick

Die Stadtwerke Coesfeld verteilen pro Jahr rund 3,4 Millionen Kubikmeter Wasser an Haushalts- und Gewerbekunden. Das Legdener Wasser kommt vom Wasserwerk Coesfeld und läuft vom Hochbehälter in Coesfeld im Freigefälle nach Holtwick. Hier steht mit 112 Metern über Normalnull auf einem der höchsten Punkte Rosendahls der Hochbehälter auf dem Bleck.

Er liegt nur zehn Meter niedriger als der Hochbehälter in Coesfeld, aber das reicht, damit das Wasser mit natürlichem Gefälle und energiesparend reinfließen kann. Vom Bergweg aus geht eine Wasserleitung über Osterwick und nach Darfeld, die andere Leitung führt nach Legden und Asbeck.

750.00 Euro investiert

Im Hochbehälter ruht das saubere Trinkwasser der beiden Gemeinden – in zwei Kammern lagern insgesamt 3000 Kubikmeter Trinkwasser. Seit vergangenem Jahr wird die Steuerungs- und Anlagentechnik im Hochbehälter in Holtwick aufwendig saniert. Bereits in Betrieb ist eine neue stationäre Netzersatzanlage in einem eigenen Gebäude. Zum Projekt gehört auch eine neue Mittelspannungsanlage mit Transformator. Die braucht man, weil im Ortsnetz der Wasserdruck auf 3 bis 6,5 bar reguliert wird.

750.000 Euro kostet die Sanierung am Hochbehälter – und das auf die Jahre 2017 bis 2019 verteilt. Etwa 267.000 Euro davon bringt die Gemeinde Legden auf.

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