Wegen Corona: Kita Mühlenbach gibt offenes Konzept auf

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In der Kindertagesstätte Mühlenbach herrscht wieder Leben. 97 Kinder müssen sich aber in Zeiten von Corona von lieben Gewohnheiten verabschieden. Überall spielen geht nicht mehr.

Legden

, 14.06.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Freude ist groß im Familienzentrum Mühlenbach am Roggenkamp. Hauptsache wieder in die Kita. Das denken sich die Kinder, die Eltern und die Erzieher. „Es ist eine freudige Stimmung“, sagt Marita Schmaloer, stellvertretende Leiterin der DRK-Einrichtung in Legden.

Seit Montag können die Kinder wieder kommen. Doch in Zeiten von Corona ist alles etwas anders. Das Einschneidendste für die Kinder: Sie dürfen nicht mehr überall hin. Denn die Kindertagesstätte mit ihren fünf Gruppen hat ein offenes Konzept. Es gab bislang keine Gruppenräume, stattdessen Funktionsräume: Bauraum, Malraum, Rollenspielraum. Das ist vorbei.

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Jetzt wurden Gruppenräume für alle Kinder geschaffen. Dafür bewilligte das DRK Borken weitere Anschaffungen, damit dann beispielsweise auch in jeder Gruppe Puppen für die Rollenspiele vorhanden sind. Hier spielen sie und hier essen sie auch. Der große Frühstücksraum mit dem Büfett, an dem sich die Kinder nach Herzenslust bedienen können, kann nach Corona-Regeln nicht offen bleiben.

Kinder werden mit Pfirsich-Smoothie verwöhnt

„Jedes Kind müsste sein Frühstück auf einem Teller portioniert bekommen“, so Marita Schmaloer. Das sei für die Hauswirtschaftskraft, die normalerweise das Büffet bestückt, nicht zu schaffen. Stattdessen verwöhnt sie die Kinder, die ihr Frühstück mitbringen, jetzt mit Getränken. Am Mittwoch war das beispielsweise ein Pfirsich-Smoothie. Das Mittagessen wird dann wie gewohnt geliefert.

Auch die Kinder müssen häufig ihre Hände waschen.

Auch die Kinder müssen häufig ihre Hände waschen. © privat

Umstellen müssen sich auch die Eltern. Sie sollen möglichst nicht in den Kindergarten. Es wurden verschiedene Eingänge geschaffen, um alles zu entzerren. „Wir haben einen Türdienst eingerichtet“, erzählt Marita Schmaloer. Hier werden die Eltern begrüßt und notfalls auch auf Masken und Desinfektion hingewiesen. „Das klappt super“, sagt die Kita-Leiterin, „ein dickes Lob für die Eltern.“

Kinder kommen jetzt zehn Stunden weniger in die Kita

Die Eingewöhnung, so berichtet sie weiter, habe bei fast allen Kindern gut funktioniert. „Nur zwei, drei hatten kurze Anlaufschwierigkeiten. Die meisten haben sich einfach gefreut, wieder dazusein.“ Zuletzt waren 33 der 97 Kinder in der Notbetreuung, manche Kinder waren viele Wochen nicht mehr in ihrer Kita.

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Alle Kinder dürfen zehn Stunden weniger kommen in der Woche. Bei den meisten sind es jetzt 35 statt 45 Stunden. „Nur wenige Eltern hatten Probleme mit der neuen Regelung“, so Marita Schmaloer, „für alle konnten wir individuell eine Lösung finden.“ Die Kita schließt jetzt um 15 Uhr für die Kinder. Für die Erzieher geht es weiter: Räume reinigen und Spielzeuge und Garderoben desinfizieren steht jetzt auch auf dem Dienstplan.

Marita Schmaloer vor dem Eingang zum Familienzentrum Mühlenbach.

Marita Schmaloer vor dem Eingang zum Familienzentrum Mühlenbach. © privat

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