Heimatverein zeigt dem Bauausschuss, was am Haus Weßling dringend saniert werden muss

Haus Weßling

Der Heimatverein will zum 30-jährigen Bestehen der öffentlichen Begegnungsstätte das Haus Weßling fit machen. Der Bauausschuss hat sich umgesehen, was alles geplant ist.

Legden

, 25.04.2019, 18:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Heimatverein zeigt dem Bauausschuss, was am Haus Weßling dringend saniert werden muss

Der Bauausschuss sah sich an, was alles an und um das Haus Weßling saniert werden muss. LInks der Baum muss gefällt werden. © Ronny von Wangenheim

Mit drei Anträgen hatte sich der Heimatverein Legden an den Rat der Gemeinde gewandt. Der hatte bereits zugestimmt. 45.000 Euro sind verplant. Bei der Sitzung des Bauausschusses sahen sich die Politiker jetzt noch einmal genauer im Haus Weßling am Busshook um.

Im Hinterhof ist über die Jahre hinweg ein Walnussbaum sehr ausladend geworden. Ihn soll einst die Männergemeinschaft gepflanzt haben. Inzwischen gibt es deshalb Schäden im Pflaster und an der Gartenmauer. Jetzt soll der Walnussbaum weg, um den Innenhof besser gestalten zu können. Er soll für Hochzeitsgesellschaften, die hier nach der standesamtlichen Trauung feiern könnten, attraktiver werde.

Marode Balken und ausblühender Gips

Auch am Haus Weßling selbst muss einiges getan werden. Außenlampen, Holzanstrich, marode Balken – das alles zeigte Heimatvereinsvorsitzender Gerd Heuser (als UWG-Fraktionsvorsitzender selbst im Bauausschuss) den Politikern. Drinnen ist Handlungsbedarf beim alten Kamin, wo der Gips an beiden Seiten ausblüht.

Ein großer Teil des Geldes wird in eine neue Küche fließen. Die fast 30 Jahre alte Küche entspricht nicht mehr den Anforderungen, zumal die meisten elektrischen Geräte nicht funktionsfähig sind. Allein 20.000 Euro rechnet der Heimatverein dafür. Außerdem sollen die 60 Jahre alten Stühle, die noch aus dem alten Rathaus stammen, ersetzt werden. Sie sind zu schwer und nicht stapelbar.

Situation mit den Mülltonnen ist noch nicht geklärt

Noch nicht ganz geklärt ist die Situation mit den Mülltonnen. „Jede Woche kommen ein paar dazu“, hieß es bei der Besichtigung. Neben den Tonnen des Heimatvereins stehen hier auch die Tonnen des benachbarten Friseurgeschäfts, das keinen eigenen Platz hat. Aber auch andere Anwohner stellen ihre Tonnen dazu. Der Heimatverein, so Gerd Heuser, befürchtet vor alllem im Sommer eine Geruchsbelästigung, die gerade an dem Durchgang, durch den beispielsweise auch die Hochzeitspaare gehen, stören würden. Bislang standen die Mülltonnen immer auf dem Busshook und boten keinen schönen Anblick. Beschlossen ist allerdings schon, dass ein Gesamtkonzept für die Verkehrs- und Parksituation im Busshook und Hahnenhook in Auftrag gegeben werden soll. Dabei soll auch das Thema Mülltonnen behandelt werden.

Haus Weßling in Zahlen

  • 1990 wurde das Haus Weßling in eine öffentliche Begegnungsstätte umgewandelt.
  • In jedem Jahr finden im Haus Weßling 300 Kurstermine, 70 Heimatvereinsveranstaltungen, 70 Vereinsveranstaltungen, 20 Trauungen und 20 Rats- und Ausschusssitzungen statt.
  • 2018 waren mehr als 450 Gruppen an mehr als 240 Tagen zu Gast.
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