Heimatverein Asbeck kann mit Heimat-Scheck eine Klangdusche finanzieren

Heimat-Scheck

Der Heimatverein Asbeck hat für eine Klangdusche unter der Hunnenporte den Heimat-Scheck beantragt. Regierungspräsidentin Dorothee Feller gefiel das so gut, dass sie nach Münster einlud.

Asbeck

, 24.04.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Heimatverein Asbeck kann mit Heimat-Scheck eine Klangdusche finanzieren

Regierungspräsidentin Dorothee Feller (r.) überreicht den Heimat-Scheck an Rebecca Brüggemann und Thierno Diallo. © Bezirksregierung Münster

Rebecca Brüggemann und Thierno Diallo aus dem Vorstand des Heimatvereins Asbeck konnten in Münster aus den Händen der Regierungspräsidentin Dorothee Feller den Heimat-Scheck entgegennehmen. Die 2000 Euro sollen für die Installation der Klangdusche im historischen Torbogen unter der Hunnenporte verwendet werden. Im Theresenkabinett soll eine Klangtafel installiert werden.

Heimatverein Asbeck kann mit Heimat-Scheck eine Klangdusche finanzieren

Im Torbogen soll eine Klangdusche installiert werden. © Ronny von Wangenheim

Die Freude beim Heimatverein Asbeck ist groß. Mit der Summe kann der Großteil des Projekts finanziert werden, so der Vorsitzende Bernhard Laukötter. Künftig wird die Stimme von Therese von Zandt die Besucher begrüßen, die durch den Torbogen gehen. „Die Stelle passt gut, weil in der Hunnenporte das Theresenkabinett untergebracht ist und der Torbogen der historische Eingang zum Stiftsbereich ist“, so Laukötter. Aktiviert wird die Stimme durch einen Bewegungsmelder. Spätestens zum Denkmaltag Anfang September soll die Klangdusche fertig sein.

Klangtafel lässt Napoleon sprechen

Im Theresenkabinett wird das großformatige Bild vom Einzug Napoleons in Düsseldorf, zu einer Klangtafel. Verschiedene Figuren wie Napoleon, August Burgmüller und seine Ehefrau Therese von Zandt werden per Knopfdruck Geschichte und Geschichten lebendig werden lassen.

Heimatverein Asbeck kann mit Heimat-Scheck eine Klangdusche finanzieren

Bernhard Laukötter vor der großformatigen Reproduktion eines Stiches, das den Einzug Napoleons in Düsseldorf zeigt. Hier soll eine Klangtafel installiert werden. © Ronny von Wangenheim

Dorothee Feller händigte am Dienstag insgesamt 16 Heimat-Schecks an Vereine und Institutionen aus. Sie stehen stellvertretend für viele Vereine, die den Heimat-Scheck bereits beantragt haben oder es noch tun werden. „Wir haben uns sehr gefreut, dass sie unser Projekt so interessant fand, dass wir nach Münster eingeladen wurden“, erzählt Rebecca Brüggemann, Geschäftsführerin des Heimatvereins. Vereine für Brauchtums- und Heimatpflege, Freiwillige Feuerwehr, Schützen- und Fördervereine und eine Musikkapelle gehörten ebenfalls zu denen, die 2000 Euro erhielten. Damit wollen sie Chroniken zum Jubiläum finanzieren, die Toranlage eines jüdischen Friedhofs erneuern, einen ursprünglichen Schützenplatz wieder aufbauen oder ein Ehrenmal schaffen.

Großer Mehrwert für die Gesellschaft

„Heimat verbindet Menschen. Heimat bietet eine Vielfalt an kulturellem Erbe unserer Region“, sagte die Regierungspräsidentin bei der Übergabe der Schecks. „Das Geld wird helfen, kleine Projekte zu verwirklichen, die einen großen Mehrwert für die Gesellschaft versprechen.“

Ein Heimat-Scheck soll unbürokratisch Projekte lokaler Vereine und Initiativen fördern, die sich mit Heimat beschäftigen. Jährlich stellt das Land Nordrhein-Westfalen 1000 dieser Wertpapiere zu jeweils 2000 Euro bereit.

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