Grundschüler müssen an der Schöppinger Straße sehr aufpassen

dzSchöppinger Straße

Die 30er-Zone rund um die Grundschule in Asbeck wurde ausgeweitet. Ob das für einen sicheren Schulweg reicht, wurde im Bauausschuss bezweifelt. Eine Ampel wird es aber nie geben.

Legden

, 16.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Eltern, die in der Straße „Auf der Horst“ wohnen, sehen den Schulweg ihrer Kinder mit Besorgnis. Vor allem die Überquerung der Schöppinger Straße (K 61) ist nicht einfach. Auch nach einigen Änderungen ist die Situation noch nicht ideal. Das wurde im Bauausschuss deutlich. In der Sitzung stellten Bauamtsleiter Helmut Schiermann und Bernhard Sieverding, beim Kreis Borken zuständig für Verkehrsfragen, die Änderungen rund um die Grundschule am Margaretendamm vor.

Ausgangspunkt war ein Antrag der Anwohner an den Kreis, nachdem sich durch die Sanierung der Kreisstraße die Situation verschlechtert hatte. Bernhard Sieverding berichtete von einem Ortstermin mit Anwohnern und dem Bauamtsleiter: „Der ein- und abbiegende Verkehr war teilweise recht rücksichtlos.“

Tempo-30-Zone wurde ausgeweitet

Inzwischen wurde die 30 km/h-Zone im Bereich der Grundschule bis zum Kreuzungsbereich an der Feuerwehr ausgeweitet. Auch an der Schöppinger Straße wurde die Situation verbessert, unter anderem wurden dort wieder Leitpfosten gesetzt. An der Kreuzung an der Feuerwehr wurde ein Vorfahrt-achten-Schild gegen ein Stoppschild ausgetauscht und eine Haltelinie gezogen. Die 30er-Zone weiter auszudehnen, gehe allerdings nicht, so Sieverding. Bei 300 Meter liegt die gesetzliche Beschränkung solcher Zonen. Diese 300 Meter wurden voll ausgenutzt.

Vekehrsbetrieb und Gemeinde sollen weitere Ideen entwickeln

Seine Einschätzung: „Die Querungssituation für die Kinder, auch wenn es nur wenige sind, ist weiter suboptimal.“ Er ergänzte gerade mit Blick auf die Schüler, die mit dem Rad zur Schule fahren: „Ich würde mein Kind immer begleiten.“ Der nächste Schritt ist nun, mit Straßenverkehrsbetrieb und Gemeinde weitere Ideen zu entwickeln. Möglich wären eine Fahrbahnverengung oder ein Fahrbahnteiler als Querungshilfe. Helmut Schiermann sprach auch die Möglichkeit an, die Kinder hinter dem Feuerwehrhaus herzuleiten, da es vor der Feuerwehr keinen Gehweg gibt.

Die rote Furt an der Schöppinger Straße im Kreuzungbereich, die mit der Straßensanierung verschwand, wird es nicht wieder geben. „Sie suggeriert einen Radweg und damit Sicherheit“, so Sieverding. Und einen Radweg gibt es eben nicht an dieser Stelle. Und eins wird es auf keinen Fall geben: eine Ampel. Das gibt die Verkehrssituation nicht her.

Verkehrszählung ergibt keine dramatische Situation

Bei der Verkehrszählung auf der Schöppinger Straße , so Berhard Sieverding liegt die Kennzahl V 85 (85 Prozent aller Verkehrsteilnehmer) bei 53 km/H. „Das ist nicht dramatisch“, so Sieverding, die Kreisstraße sei nicht stark belastet. Insgesamt wurden dort an einem Tag 551 Kraftfahrzeuge gezählt. An der K 32 (Heeker Straße) seien es 1086 Kraftfahrzeuge. „Das haben wir in großen Städten in Tempo-30-Zonen.“ Nicht beängstigend sei die Lage in Legden, was Unfälle angeht. 26 Unfälle gab es 2018 in Legden mit verletzten Personen, bei einem starb ein Mensch, bei acht Unfällen gab es schwer Verletzte. Sieverding: „Das ist das gleiche Niveau wie in Schöppingen, Heek oder Raesfeld.“

Eine Anregung gab es noch aus den Reihen der Politiker: Die Bushaltestelle an der Schöppinger Straße, die auf der Seite der Feuerwehr auf einem Rasenstück ist, soll gepflastert werden.

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