Gewitter beendete abrupt den Patenabend im Legdener Dahliengarten

dzPatenabend im Dahliengarten

Liebevoll gedeckte Tische empfingen im Legdener Dahliengarten 65 Gäste, die jeweils Patenschaften für eine der dort blühenden 160 Dahlien übernommen haben. Das Wetter spielte nicht ganz mit.

Legden

, 15.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Insgesamt 63 Gäste kamen am Donnerstagabend auf Einladung des Legdener Dahliengarten-Vereins zusammen. Von zahlreichen Mitgliedern wurden die Dahlien-Paten umsorgt. Vereinsvorsitzende Angelika Hoffmann freute sich über den großen Andrang: „65 Männer und Frauen, die nicht nur aus der näheren Umgebung kommen, haben die Patenschaft für eine oder mehrere Dahlien übernommen und folgten damit unserem Aufruf.“

Einige Paten erhielten ihre Urkunde direkt vor Ort.

Einige Paten erhielten ihre Urkunde direkt vor Ort. © Elvira Meisel-Kemper

Selbst Menschen aus der Türkei und Ostdeutschland seien darunter. „Ein Herr aus Istanbul ist gebürtiger Lübecker und großer Dahlienliebhaber. Er hatte im Internet von unserem Aufruf gelesen und übernahm per Telefon drei Patenschaften“, berichtete Hoffmann.

Kurzer Blick in die Geschichte

In der offiziellen Begrüßung skizzierte sie kurz die Geschichte des Gartens, der vor fünf Jahren nach zehnjähriger Vorlaufzeit eröffnet werden konnte. „Ursprünglich sollten auf diesem 4500 Quadratmeter großen Gelände sechs Einfamilienhäuser gebaut werden. Wir hatten große Kämpfer an unserer Seite, die mit uns den Dahliengarten mitten im Ort durchsetzen konnten“, so Hoffmann, die sich dafür explizit bei Bürgermeister Friedhelm Kleweken bedankte.

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In zahlreichen Führungen haben die Mitglieder des Vereins in den vergangenen Jahren Gäste, die von Stuttgart bis Aurich kamen, durch den Garten geführt. Viele Veranstaltungen fanden hier statt. Einige Urkunden verteilte Angelika Hoffmann noch direkt an die Leute, die sich erst kürzlich für eine Patenschaft entschieden hatten.

Danach begann der geführte Rundgang durch den Dahliengarten, bei dem die Paten ihre Dahlie endlich real bewundern konnten. Für Jürgen Haveloh aus Gronau und seine Frau Susanne war das ein bewegender Moment, hinter dem sich eine berührende Geschichte verbirgt.

„Ein wirklich schöner Ort“

„Meine Schwester hat für mich die Dahlie ‚Mister Optimist‘ ausgesucht. Das Paket mit der Urkunde hat sie mir ins Krankenhaus geschickt. Ich durfte es erst an meinem 50. Geburtstag öffnen, den ich noch im Krankenhaus erlebte“, berichtete Jürgen Haveloh. Das Ehepaar war zum ersten Mal im Dahliengarten. „Das ist ein wirklich schöner Ort“, freute sich Susanne Haveloh.

Zu diesem Zeitpunkt war das Wetter noch gut, später goss es wie aus Eimern.

Zu diesem Zeitpunkt war das Wetter noch gut, später goss es wie aus Eimern. © Elvira Meisel-Kemper

Kerstin Nienhaus aus Stadtlohn freute sich ebenfalls, ihre Dahlie namens „König Artur“ zu sehen. „Ich bin eine absolute Blumenliebhaberin. Deshalb bin ich regelmäßig hier im Dahliengarten. Als meine Kinder noch kleiner waren, haben sie sich immer auf den Spielplatz gefreut. Einmal im Jahr fahre ich auch in den Rosengarten nach Bad Rothenfelde“, so Nienhaus, die in Begleitung ihrer Mutter

Gertrud Gescher gekommen war. Doch dann kam das Gewitter. An diesem Abend brauchte jedenfalls nicht mehr gegossen werden.

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