Am Freitagmittag ist die Feuerwehr zu einem Großeinsatz auf die A31 ausgerückt. © Simone Schulze Beikel
Feuerwehr-Großeinsatz

Gefährlicher Stoff läuft aus: Feuerwehr stopft Leck am Tanklaster auf A31

Feuerwehr-Großeinsatz auf dem Parkplatz „Bürener Esch“ an der A31. Freitagmittag war dort ein gefährlicher Stoff aus einem Tanklaster ausgelaufen. Nach mehreren Stunden war das Leck behoben.

Gegen 13 Uhr am Freitagmittag, 12. März, lief die Meldung bei der Kreisleitstelle der Feuerwehr ein: Aus einem Tanklöschzug ist auf dem Rastplatz „Bürener Esch“ zwischen Legden und Gescher ein Stoff ausgelaufen. Wie auf Nachfrage bei der Kreisleitstelle bestätigt wurde, handelte es sich um Eisenchlorid, das als giftige und ätzende Substanz gilt und in der Industrie vielfältig zum Einsatz kommt.

Die Feuerwehr Ahaus rückte aus, um vor Ort das Unfallgeschehen zu klären. Dort entschied man sich aufgrund der Lage, dass es sich um eine gefährliche Substanz handelt, den Gefahrgut-Zug (ABC-Zug) des Kreises Borken hinzuzuziehen. Plan war, das Leck am Tankfahrzeug abzudichten, was zuerst aber offenbar Probleme machte. Einsatzleiter Berthold Büter, Wehrleiter der Feuerwehr Ahaus, erklärte, was sich ereignet hatte.

Einsatzleitung bei Ahauser Feuerwehr

Demnach hatte der Fahrer des Tankzuges am Mittag bemerkt, dass Flüssigkeit aus seinem Fahrzeug lief und daraufhin den Rastplatz angesteuert und die Feuerwehr alarmiert. Die rückte mit den Löschzügen aus Ahaus, Wessum und Wüllen aus. Der Gefahrgutzug des Kreises war vor Ort.

Die Feuerwehr musste mit vielen Fahrzeugen zu dem Einsatz ausdrücken.
Die Feuerwehr musste mit vielen Fahrzeugen zu dem Einsatz ausdrücken. © Simone Schulz Beikel © Simone Schulz Beikel

Beladen war der Tank-LKW mit rund 25.000 Litern Eisenchlorid und auf dem Weg in Fahrtrichtung Oberhausen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelang es schließlich, Flüssigkeit aufzufangen und das Leck abzudichten. Den Rest übernahm dann ein Ersatzfahrzeug, wie Einsatzleiter Büter sagt, das den gesamten verbliebenen Inhalt abgepumpt hat. Trotz alledem habe sich eine geringe Menge der Substanz freigesetzt. Berthold Büter: „Wir haben daher die Untere Wasserbehörde des Kreises Borken informiert.“

Ursache noch unklar

Welche Maßnahmen von dort veranlasst werden, stand am frühen Abend noch nicht fest. Der Rastplatz „Bürener Esch“ war für mehrere Stunden gesperrt. Zur Ursache gab es am Freitagnachmittag noch keine Angaben. Von der Pressestelle der Kreispolizeibehörde hieß es, dass in diesem Fall die Federführung bei der Feuerwehr liege. Von dort gab es am frühen Abend aber dazu noch keine Informationen.

Ihre Autoren
1991 in Ahaus geboren, in Münster studiert, seit April 2016 bei Lensing Media. Mag es, Menschen in den Fokus zu rücken, die sonst im Verborgenen agieren.
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Johannes Schmittmann
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