Friedhelm Kleweken zur Arbeit im Rathaus: „Man kann nie gut genug sein“

dzUmfrage

Eine Mehrheit der Legdener und Asbecker, die an unserer Umfrage teilgenommen haben, sind mit der Arbeit der Gemeindeverwaltung zufrieden. Zu Kritikpunkten nimmt der Bürgermeister Stellung.

Legden

, 01.09.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wir haben unsere Leser aus Legden und Asbeck gefragt, wie zufrieden sie mit der Arbeit der Gemeindeverwaltung sind. Die Ergebnisse liegen nun vor und werden in verschiedenen Artikeln beleuchtet. Zunächst die allgemeine Frage: Wie zufrieden sind die Menschen in Legden und Asbeck denn insgesamt mit der Gemeindeverwaltung?

Zählt man die „zufriedenen“ Befragten zusammen, sind es 78 Prozent. „Darüber freuen wir uns“, spricht Bürgermeister Friedhelm Kleweken für sein Team mit. Aber mit Blick auf die unzufriedenen 22 Prozent ergänzt er auch. „Man kann nie gut genug sein.“

Ein Leser bemängelte zum Beispiel, dass er zwar eine richtige Antwort bekommen habe zu seiner Frage zum Wohngeld, aber weitergehende Infos vermisst und erst nachher im Internet erfahren habe. Dafür zeigt der Bürgermeister Verständnis, nennt aber auch den wahrscheinlichen Grund: „Unsere Mitarbeiter müssen sich ein breites Spektrum an tiefem Wissen erarbeiten. Wir sind auch bemüht, uns mit Fachwissen breit aufzustellen. Aber wir sind ein kleines Rathaus.“

In größeren Verwaltungen sei es einfacher, Mitarbeiter zu spezialisieren. Legden sei eine kleine Gemeinde mit einer kleinen Verwaltung, die ja schließlich über Steuergelder finanziert werden müsse. „Da bleibt es nur, einen Mittelweg zu finden“, sagt Friedhelm Kleweken. Auch im Bürgerservice tauchten oft Fragen auf, die nicht in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinde fallen. „Aber wir bemühen uns, Infos und Tipps zu geben.“ Auch wenn der Erwartungsdruck der Bürger schon manchmal hoch sei: „Wir wollen die Kunden zufriedenstellen.“

Wünschen sich die Legdener und Asbecker ein digitaleres Rathaus?

Die Frage nach mehr Digitalisierung im Rathaus ist – wenig überraschend – beantwortet worden. Fast 82 Prozent der Befragten würden gern mehr digital erledigen. „Vieles kann auch schon digital erledigt werden, was einige Einwohner aber vielleicht nicht wissen“, sagt der Bürgermeister dazu. Gerade zu Zeiten des Lockdowns in der Corona-Pandemie hätten die digitalen Angebote der Verwaltung viel Resonanz gehabt.

Wie könnten die Angebote erhöht werden? „An der Digitalisierung wird stetig gearbeitet. Aber wir sind auch an gesetzliche Rahmenbedingungen gebunden, oft sind noch Unterschriften nötig“, betont der Verwaltungschef. Noch gebe es für eine digitale Variante keine gesetzliche Grundlage, das gelte nicht nur für Legden.

Wie sauber werden Legden und Asbeck empfunden?

Eine deutliche Mehrheit der Umfrageteilnehmer finden, dass es rund um die Altglascontainer oft schmutzig ist. Das kann der Bürgermeister nachvollziehen. „Einmal die Woche geht jemand dort entlang“, berichtet er, dass die Gemeinde schon ein Auge auf die Plätze hat. „Aber wenn jemand eine Stunde später dort Unrat hinstellt oder das Glas, das nicht durch die Öffnung passt...“

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Dass die Grünflächen und öffentlichen Beete nicht gut genug gepflegt sind, fanden 29 und 43 Prozent der Befragten. „Grünanlagen kann man nicht mit dem eigenen Vorgarten vergleichen“, sagte der Bürgermeister dazu. Die Gemeinde spritze nicht, „und wenn Blühstreifen blühen, sehen sie gut aus. Und wenn sie verblüht sind, dann nicht“, so Kleweken. Darüber hinaus sei die Pflege kosten- und arbeitsintensiv. Auch hier gelte es, den Mittelweg zu finden.

57 Legdener und Asbecker haben bei der Umfrage mitgemacht. 87 Prozent stammen aus Legden, die kleinere Gruppe aus Asbeck. Das ist bei insgesamt rund 7326 Einwohnern in beiden Ortsteilen natürlich kein repräsentatives Umfrageergebnis, reicht aber auf jeden Fall für ein Stimmungsbild.

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