Coronavirus

Evangelische Kirchengemeinde: digitale Angebote an den Osterfeiertagen

Wegen Corona keine Präsenzgottesdienste an den Osterfeiertagen: Auch in der evangelischen Christusgemeinde wird darauf verzichtet. Neben digitalen Angeboten wird aber auch etwas Besonderes geplant.
Die Kirchenbänke der Ahauser Christuskirche sollen – solange der Lockdown wegen des Coronavirus' gilt – leer bleiben. © Markus Gehring (Archiv)

Angesichts der wieder steigenden Inzidenzwerte in den drei Landkreisen des Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken ist es für die 20 Kirchengemeinden selbstverständlich, durch den Verzicht auf Präsenzveranstaltungen zum Infektionsschutz beizutragen. Das teilte der Kirchenkreis jetzt mit.

„Wir sind mittlerweile gut geübt darin, die Menschen über digitale Formate zu erreichen“, so Superintendent Joachim Anicker. Natürlich sei es nicht dasselbe, zu Hause einen gestreamten Gottesdienst zu schauen oder an einem virtuellen Zoom-Gottesdienst teilzunehmen.

Ostern ist das höchste Fest für die Christen

„Gerade zu Ostern, dem höchsten Fest für uns Christen, wird es vielen Gemeindegliedern schwerfallen, nicht in ihrer Kirche einen realen Gottesdienst in Gemeinschaft feiern zu können“, ist sich der leitende Theologe des Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken sicher, „zumal es schon das zweite Jahr in Folge ist.“ Der Infektionsschutz habe in diesem Fall aber Vorrang.

Die Pfarrer der Christusgemeinde, Olaf Goos Frank Mönning, haben auf der Internetseite der evangelischen Kirchengemeinde schon vor zwei Wochen, als die Inzidenzwerte im Kreis Borken wieder kräftig anstiegen, darauf verwiesen, dass es eher unwahrscheinlich sei, dass an Ostern die Kirchen öffnen könnten. „Das ist sehr schade. Aber wir werden Alternativen anbieten“, heißt es dort.

Christuskirche soll in der Osternacht hell erleuchtet werden

Aktuell werde ein Gruß vorbereitet, der zu Ostern an alle Haushalte der Gemeinde verschickt werden soll. Und es ist eine Aktion geplant: „In der Osternacht wollen wir die Christuskirche hell erleuchten und Menschen bekommen die Möglichkeit, eine Osterkerze zu entzünden“, so die beiden Pfarrer. Geplant seien zudem digitale Angebote zu Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern.

Seit dem 14. März ist auf dem YouTube-Kanal der Christus-Gemeinde ein 15-minütiger „Vier-Kirchen-Gottesdienst“ zu sehen: Wo sehen wir Gottes Segen in dieser Zeit? Neben Pfarrer Frank Mönnig haben an allen vier Orten der Gemeinde Ehrenamtliche daran mitgewirkt.

Anicker: Osterbotschaft verliert nicht an Strahlkraft

Die Osterbotschaft verliere trotz geschlossener Kirchen nicht an Strahlkraft – im Gegenteil: „Zu Ostern wird ja die zentrale Hoffnungsgeschichte der Christenheit erzählt“, so Superintendent Joachim Anicker. Die furchtbare Erfahrung von Leiden und Tod bedeutete für die Jünger Jesu damals nicht das Ende, obwohl es erst genauso aussah. Der alte Osterruf „Christ ist erstanden!“ müsse heute als Ermutigung übersetzt werden: „Und darum hast auch du die Kraft, immer wieder aufzustehen und dein Leben mit Hoffnung zu leben.“

Eine Botschaft, die in dieser für viele Menschen so schwierigen Zeit unbedingt weitergegeben und gehört werden müsse, so der Superintendent: „Wenn nicht in einer Kirche, dann bei einer Andacht am Bildschirm oder per Telefonanruf oder auf anderen Wegen.“ Viele Kirchengemeinden ließen sich da zurzeit eine Menge einfallen.

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