Bürgermeister Dieter Berkemeier ist seit zwei Monaten im Amt. So erlebte er die erste Zeit im Amt. © Laura Schulz-Gahmen
Rückblick

Ein etwas anderer Start ins Amt: Bürgermeister blickt auf 2020 zurück

Knapp zwei Monate ist Dieter Berkemeier nun Bürgermeister in Legden. Er blickt zum Jahreswechsel auf eine außergewöhnliche Zeit zurück und schaut hoffnungsvoll in die Zukunft.

Es hätte sicher einen schöneren Start als Bürgermeister geben können für Dieter Berkemeier. Bei Amtsantritt im Legdener Rathaus gab es für ihn am 2. November um 9 Uhr bereits die erste Besprechung mit dem Stab für außergewöhnliche Ereignisse.

Zwei Monate ist Dieter Berkemeier jetzt im Amt als Bürgermeister der Gemeinde Legden. Das ist noch keine allzu lange Zeit, trotzdem blickt er zum Jahreswechsel schon einmal zurück auf eine etwas andere Zeit, die durch Corona bestimmt wurde.

Corona-Ereignisse überholen sich

Beinahe wöchentlich trifft der Stab für außergewöhnliche Ereignisse zusammen, kein Wunder, denn außergewöhnlich ist das Jahr 2020 gewesen. Im Stab treffen der Bürgermeister und Vertreter der Fachbereiche zusammen und sprechen über neueste Entwicklungen bezüglich des Coronavirus.

„Das muss so sein, weil sich ja auch die Coronaschutzverordnungen selbst ständig überholen“, sagt Dieter Berkemeier im Gespräch mit der Redaktion. Aber nicht erst bei Amtsantritt war Corona ein Thema für Dieter Berkemeier. Auch während des Wahlkampfes für das Amt des Bürgersmeister in Legden hinterließ das Virus seine Spuren.

Wahlkampf an der Haustür

„Es gab keine Schützenfeste und keinen ersten Mai“, sagt Dieter Berkemeier. „Also fiel alles weg, wo man sich hätte präsentieren können.“ Dem jetzigen Bürgermeister und seinen Kontrahenten blieb während Corona also nur eines: Wahlkampf an der Haustür. Auch in den Sozialen Medien war Dieter Berkemeier aktiv. „Aber der Kontakt mit den Wählern blieb auf der Strecke“, sagt er.

Auch auf die üblichen politischen Sitzungen im Haus Weßling hatte er sich gefreut, doch die Tagungen wurden von dort ins Pfarrheim oder in die Doppelturnhalle der Brigidenschule verlegt, wie bei der Konstituierenden Sitzung.

Höherer Aufwand wegen Corona

Gerade diese Sitzung war für Dieter Berkemeier etwas Besonderes, ein prägendes Erlebnis, weil er in seiner ersten Ratssitzung als Bürgermeister der Gemeinde Legden vereidigt wurde.

Vieles sei wegen Corona im Jahr 2020 anders gewesen. Und auch mit viel Arbeit und hohem organisatorischen Aufwand verbunden. Während im Haus Weßling alles nötige vorhanden gewesen wäre, „musste der Bauhof an den Ausweichorten alles aufbauen, auch die Technik“, sagt Dieter Berkemeier.

Roter Faden durch alle Themen

Auch die Personalversammlung fiel ganz anders aus, als sich der neue Bürgermeister das gewünscht hätte. Normalerweise würden alle Mitarbeiter der Gemeinde zusammenfinden, im Jahr 2020 wäre das nicht vorstellbar.

Statt dessen trifft sich Dieter Berkemeier peu á peu mit allen Fachbereichen und Organisationseinheiten in kleinen Gruppen. Auch in den Bürgermeister Konferenzen beim Kreis Borken beschäftige vor allem dieses Thema alle. „Corona zieht sich wie ein roter Faden durch alle Themen“, so Berkemeier.

Zuletzt hat sich die Gemeinde Legden mit der Lüftung an den Schulen befasst und den Einbau der von Dr. Alfred Mennekes erfundenen und mit verschiedenen Hochschulen erprobten Ventilatoren in allen Klassenräumen beschlossen.

Ein ruhiges Weihnachtsfest

Nach den ersten Wochen als Bürgermeister verbrachte Dieter Berkemeier ein ruhiges Weihnachtsfest im Kreise seiner engsten Familienmitglieder. „Wir haben die Kontakte auf das Nötigste beschränkt, nur meine Söhne waren mit ihren Partnerinnen an Heiligabend da“, erzählt Legdens Bürgermeister im Gespräch mit der Redaktion. Der erste und zweite Weihnachtsfeiertag sei dann noch ruhiger gewesen. „Die Besuche bei Verwandten sind dieses Jahr ausgefallen.“

Hoffnungsvoll ins neue Jahr

Rückblickend auf das Jahr 2020 sagt Dieter Berkemeier: „Es war kein schönes Jahr, aber man hat gesehen, dass die Leute Rücksicht aufeinander nehmen und zusammenhalten. Sie haben sich gegenseitig geholfen und sich unterstützt.“ Das sei doch etwas sehr Positives.

Zum Jahreswechsel schaut Bürgermeister Dieter Berkemeier hoffnungsvoll in die Zukunft: „Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr Corona in den Griff bekommen und, dass die Impfungen greifen, damit man zu einem normalen Leben mit Veranstaltungen und zwischenmenschlichen Kontakten zurückkehren kann.“

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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Laura Schulz-Gahmen

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