Ehrenamt lässt Oase aufblühen

LegdeN Umher fliegender Müll, Reifenspuren im Rasen, lose Pflastersteine: Alfred Böckmann hat sich regelmäßig geärgert, wenn er mit seinem Hund am Grillplatz Gassi ging. Dabei beließ es der Rentner aber nicht, sondern er krempelte die Ärmel hoch: Was vor drei Jahren mit dem Aufsammeln von Scherben begann, endet jetzt in einer kompletten Neugestaltung des Geländes - alles ehrenamtlich.

25.07.2008, 18:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Alfred Böckmann. </p>

<p>Alfred Böckmann. </p>

Der Grillrost in der Mitte des Platzes baumelt an der Kette über dem ebenmäßigen Plfaster: ein grauer Kreis in der Mitte und darum herum Rot. Der frisch eingesäte Rasen, der sich an die befestigten Fläche anschließt, leuchtet tiefgrün in die Sonne und hebt sich damit scharf von den dunkelgrauen Kieswegen ab, die zu den Teichen und zum Ufer des Mühlenbachs führen.

Alfred Janning, der Vorsitzende des Heimatvereins, und sein Vorstandskollege Erich Hemker stehen unten am Ufer des Wasserlaufs, der das Mühlrad antreibt - die letzte Erinnerung an den Namensgeber des ganzen Geländes: die neue Mühle -, und blicken hoch. Selbst von dieser Stelle ist die Schönheitskur des Grillplatzes unübersehbar: So weit strahlt Rot, Blau und Weiß der prächtigen Blumenampeln vor den Fachwerkmauern der Schirmschoppe.

"Das ist wirklich gelungen", nickt Janning zustimmend, während er die - ebenfalls nagelneue - Treppe vom "Strand" zum Platz hoch steigt. Der Heimatverein ist Hausherr. Die Gemeinde Legden hatte ihm das Nutzungsrecht für das Grundstück rund um die in den 60er Jahren abgebrannte Mühle übertragen - und dem Angelsportverein die Zuständigkeit für die benachbarten Teiche.

Angler bereits aktiv

Nachdem die Petrijünger bereits vor gut einem Jahr die kleine Seenlandschaft überholt haben - die Ufer sind seitdem frei geschnitten,und Bänke laden Spaziergänger zum Verweilen im Grünen an -, sind jetzt die Heimatfreunde nachgezogen - vor allem ein Heimatfreund: Alfred Böckmann, der sich beeilt,auf die Hilfe von Freunden und Verwandten zu verweisen.

Der Ärger von einst ist verschwunden: Wenn der 61-Jährige jetzt morgens und abends - und manchmal auch mittags - mit seinem Hund am Grillplatz vorbei kommt, freut er sich - genauso wie die anderen Passanten. sy-

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