Die Liebe zu Legden und Asbeck zelebriert

Improvisationstheater

LEGDEN „Fünf-vier-drei-zwei-eins und los“ – so klang es mehrfach lautstark und vereint aus dem fast voll besetzten Saal des katholischen Pfarrheims in Legden. Bereits zum vierten Mal begeisterten fünf Mitglieder des ultimativen Improvisationstheaters „Impro 005“ aus Münster die Zuschauer an diesem Ort.

17.01.2010, 12:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zu Späßen aufgelegt: „Impro 005“ beim Gastspiel in Legden.

Zu Späßen aufgelegt: „Impro 005“ beim Gastspiel in Legden.

„Niemand weiß, was gleich passiert. Das macht Impro-Theater aus“, warnte Loebe-Keuter. Gleich die erste Szene war der Eisbrecher. Gesucht wurde ein Möbelstück. Der Vorschlag „Kühlschrank“ aus dem Publikum erhielt den Zuschlag. Was dann folgte, war eine der bizarren Szenen, welche die Akteure in unterschiedliche Rollen schlüpfen ließ. Loebe-Keuter versteckte sich im Kühlschrank. Willenbrink holte ihn wort- und gestenreich heraus, bis sie beide in einem angedeuteten Pups-Wettbewerb vor dem geöffneten Kühlschrank wiederfanden. Dieser szenische Eisbrecher war gelungen und eine von vielen La-Ola-Wellen rollte durch das lachende Publikum.

Die Frage nach dem Legdener Geheimnis war genauso spannend. Die Antwort „Asbeck“ führte mitten in eine Liebe zwischen einem Legdener (Kaiser) und einer Asbeckerin (Schrapp). Das Happy-End hörte sich dann so an: „Ich liebe dich, aber ich liebe auch Legden.“ Theresa und Frauke aus dem Publikum durften sich als „Puppenspieler“ versuchen und das zur Vorgabe „Schützenkönig“. Als herrlich biegsam und sprachlich ideenreich erwiesen sich Willenbrink und Kaiser, die von den beiden wie Gliederpuppen zurecht gebogen wurden.

Erfrischend echt konnte jeder der vier Schauspieler sein Talent einbringen. Loebe-Keuter konnte der horrorhafte Dramatiker sein, Kaiser der komisch-lachende Dritte, Willenbrink die energiegeladene Gurkenausgräberin und Schrapp der entrüstete Wirbelwind. Das sind nur einige der wunderbaren Szenen, in denen sie sich mimisch austobten. Aber alles in Maßen, denn nach etwas mehr als zwei Stunden waren die La-Ola-Wellen wirkungslos, denn rauschender Schlussapplaus konnte das Ende eines fröhlichen Abends nicht verhindern

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