Die Vertreter von Open Grid (v.l.: Pressesprecher Andreas Lehmann, Trainee Alexander Haase, Bauleiter Erik Veldmann, Engineering Manager) André Graßmann ) nehmen die Rohre für die Gasleitung auf der Baustelle genau in Augenschein. © Markus Gehring
Zeelink

Deshalb dauert die Rekultivierung der Zeelink-Flächen in Legden länger

Die Rekultivierung der Flächen oberhalb der Zeelink-Erdgasleitungen dauert länger als geplant. Open Grid nennt jetzt Gründe dafür und einen reellen Zeitplan für den Abschluss der Maßnahmen.

In Legden sollte die Rekultivierung der Flächen der Zeelink-Leitungen bereits abgeschlossen sein, sodass Landwirte ihre Flächen wieder nutzen können. Das ist bisher noch nicht geschehen. Das Unternehmen Open Grid nennt jetzt Gründe für die verspäteten Rekultivierungs-Maßnahmen.

Insgesamt führen die Erdgasleitungen über 216 Kilometer von Würselen bei Aachen bis nach Legden. Der Bau der Erdgasleitungen Zeelink, der durch die Open Grid Europe (OGE) betrieben wird, hat auf einigen Flächen von Legdener Landwirten für Stillstand gesorgt.

Sie konnten für die Zeit der Erdgasleitungsverlegung ihre Flächen nicht nutzen. Auch jetzt warten sie noch auf die abgeschlossene Rekultivierung. Dass sich die ganzen Maßnahmen hinziehen, hat Gründe. Und diese nennt Andreas Lehmann von der Unternehmenskommunikation Open Grid.

Bodenschutz wird ernst genommen

„Beim gesamten Zeelink-Projekt wurde und wird der Bodenschutz inklusive der abschließenden Rekultivierung sehr ernst genommen“, antwortet Andreas Lehmann auf die Anfrage der Redaktion.

Aber was heißt das genau? Man hat von Seiten der Open Grid mit dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) die Rahmenregelung verhandelt und festgesetzt. Für die Rekultivierung der Zeelink-Flächen gilt es Regelungen, Vorgaben und DIN-Normen aus dem Planfeststellungsbeschluss und des Bodenschutzgesetzes von Seiten der Open Grid einzuhalten.

Zudem arbeite permanent eine bodenkundliche Fachbauleitung an den Fragen zum Bodenschutz im Rahmen der Bauabwicklung auf der Baustelle.

Starke Niederschläge behindern die Rekultivierungsmaßnahmen

Das hat zur Folge, „dass qualitativ hochwertige Rekultivierungsarbeiten nur bei trockenen Trassenverhältnissen durchgeführt werden – übrigens auch im Sinne der Landwirte“, so Lehmann.

Kommt es aber immer wieder zu starken Niederschlagereignissen, „so wie andauernd und in ständig wiederkehrenden kurzen Abschnitten seit dem Frühjahr dieses Jahres geschehen“, dann sind die tatsächlichen Arbeitsleistungen nur schwer zu erreichen.

Trasse muss mehrere Tage abtrocknen

Schwere Maschinen, wie sie bei der Zeelink-Leitung in Legden verwendet werden, können nicht einfach von A nach B transportiert werden. Zum Teil werden dafür sogar extra Transportgenehmigungen beantragt. Auch Personal muss dafür vorgehalten werden.

Wenn es dann noch zu extremen Niederschlägen kommt, dauert es mehrere Tage, bis die Trasse wieder komplett trocken ist. Das muss sie sein, damit eine sach- und fachgerechte Rekultivierung erfolgen kann.

Entschädigungen für Ertragseinbußen

Der ursprünglich von Open Grid gegenüber den Legdener Landwirten kommunizierte Zeitplan musste aufgrund der Wetterverhältnisse in diesem Frühjahr und Sommer angepasst werden. Das heißt, die Flächen sind weiter noch nicht nutzbar.

Aber „die durch die Verspätung entstandenen Ertragseinbußen der betroffenen Landwirte wurden beziehungsweise werden bei den Entschädigungszahlungen berücksichtigt. Es gibt also keine finanziellen Einbußen für die Landwirte“, versichert Andreas Lehman gegenüber der Redaktion.

Jeder Betroffene sei außerdem durch die Zeelink, die Baufirmen und andere Dienstleister der Zeelink über die Bauabschnitte informiert worden. Zur vorausichtlichen Fertigstellung der Rekultivierung in Legden sagt Andreas Lehmann: „Nach aktuellem Plan wollen wir die Rekultivierung in der Region in diesem Jahr noch abschließen, dies hängt allerdings vom weiteren Witterungsverlauf im Herbst ab.“

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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Laura Schulz-Gahmen

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