Bernhard Laukötter bittet auch die Landwirte zum Gespräch vor die Kamera

dzKommunalwahl 2020

Persönlich, soweit es in Corona-Zeiten möglich ist, aber auch per Livestream-Gespräch erreicht CDU-Bürgermeisterkandidat Bernhard Laukötter die Legdener. Die Redaktion hat ein Gespräch besucht.

Legden

, 07.08.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der „Haustürwahlkampf“ ist in Zeiten der Corona-Pandemie ein eingeschränkt gutes Mittel im Wahlkampf. Bernhard Laukötter, Bürgermeisterkandidat der CDU, ist frühzeitig den digitalen Weg gegangen.

„Landwirtschaft und Klima werden in Legden gemacht“

Die Livestreams sind ein wichtiger Baustein seines Wahlkampfs. Er ist bisher sehr zufrieden mit der Resonanz auf seine Gespräche, die er unter dem Slogan „Legden wird vor Ort gemacht“ mit lokalen Akteuren zu den Themen Gesundheit, Digitalisierung sowie Schule und Familie vor der Kamera geführt hat. Am Donnerstag (6. August) steht der vierte Livestream an. Thema: „Landwirtschaft und Klima werden in Legden gemacht.“

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In den Räumen des „Gesundheitsnetzes Gemeinsam Westmünsterland“ ist schon alles aufgebaut: Stehtisch, CDU-Roll-Up, Kamera, Licht, Mikro – und Jan Langehaneberg sitzt vor dem Laptop. Bei ihm laufen die Fäden zusammen, wenn gleich per Youtube das Gespräch ins world wide web übertragen wird. „Ist schon Routine“, sagt er. Bernhard Laukötter und seine Gäste Heinz Brügger und Christian Bomberg machen schnell noch eine Stellprobe – passt alles.

Bernhard Laukötter bittet auch die Landwirte zum Gespräch vor die Kamera

Bernhard Laukötter hat sich Fragen an die beiden Vorsitzenden der Landwirtschaftlichen Ortsverbände in Legden und Asbeck überlegt und geht nach einer kurzen Begrüßung in die Vollen: Die Traktordemos habe er verfolgt, steigt der Bürgermeisterkandidat ein. Und von Anlässen zur Sorge berichtet Christian Bomberg dann: von den vielfältigen Auflagen, die die Landwirte zu erfüllen hätten, über das Drama bei Tönnies, das für die Landwirte Schwierigkeiten bei der Vermarktung ihrer schlachtreifen Tiere zur Folge hatte.

Stehtisch, CDU-Roll-Up, Kamera, Licht, Mikro: Bernhard Laukötter und seine Gäste Heinz Brügger und Christian Bomberg machen schnell noch eine Stellprobe – passt alles. Das Wahlkampfteam sitzt weiter hinten: Gabi Uppenkamp, Martina Schrage, Claudia Kröger haben Platz genommen, nicht im Bild: Jan Langehaneberg sitzt am Laptop, Berthold Langehaneberg neben ihm.

Stehtisch, CDU-Roll-Up, Kamera, Licht, Mikro: Bernhard Laukötter und seine Gäste Heinz Brügger und Christian Bomberg machen schnell noch eine Stellprobe – passt alles. Das Wahlkampfteam sitzt weiter hinten: Gabi Uppenkamp, Martina Schrage, Claudia Kröger haben Platz genommen, nicht im Bild: Jan Langehaneberg sitzt am Laptop, Berthold Langehaneberg neben ihm. © Anne Winter-Weckenbrock

„Und der Preisverfall kam danach.“ Bernhard Laukötter hakt nach, wie die Lage für die Familienbetriebe in Legden sei. „Sehr angespannt“, sagt Bomberg. „Das Höfesterben wird wohl weitergehen“, sieht er schwarz.

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Kritisch diskutiert werden die Verantwortung der Landwirtschaft für zu hohe Nitratwerte im Grundwasser und das Tierwohl, auch diese Themen fragt der Bürgermeisterkandidat ab. In Legden, hört er zufrieden, sind die Nitratmesswerte im absolut grünen Bereich. Was das Tierwohl angeht: „Mir ist hier bisher kein Fall bekannt“, sagt Heinz Brügger. Wer Geld verdienen wolle, müsse gesunde Tiere im Stall haben, betont der Asbecker. Bernhard Laukötter wendet sich an die Zuschauer, appelliert, die „Tage des offenen Hofes“ zu nutzen, sich ein Bild zu machen.

„Was kann ein Bürgermeister für die Landwirte tun?“

Dann fragt er: „Was kann ein Bürgermeister für die Landwirte tun?“ „Redet mit uns und nicht über uns“, bringt es Heinz Brügger auf den Punkt. Bislang habe man gut mit der Verwaltung zusammengearbeitet, „und konstruktiv“. Wirtschaftswege nennt er als Stichpunkt. Vor Ort gehe es aber auch um Fläche, ergänzt Christian Bomberg: „Wir stellen diese für Wohn- und Gewerbegebiete zur Verfügung.“ Da hakt Laukötter ein: „Wir müssen in den Wohngebieten mehr verdichten.“

Jan Langehaneberg blieb beim Livestram mit Bernhard Laukötter  cool, als die Netzleistung einige Sekunden vor 19 Uhr in die Knie ging. Das war bei den vorangehenden Livestreams allerdings nicht passiert.

Jan Langehaneberg blieb beim Livestram mit Bernhard Laukötter cool, als die Netzleistung einige Sekunden vor 19 Uhr in die Knie ging. Das war bei den vorangehenden Livestreams allerdings nicht passiert. © Anne Winter-Weckenbrock

Laukötter verspricht, sich für eine gute Lösung bei den Wirtschaftswegen einzusetzen – und ebenso für ein Klimaschutzkonzept. „Klimaschutz müssen wir als Gemeinschaft leisten“, streift er das Thema aus dem Titel noch am Rand. Klimaschutz fange im Kleinen an, sagt er und nennt ein Beispiel: In Legden sei es wichtig, den Bahnhof für Fahrradpendler attraktiver zu machen.

Videos sind im Internet abzurufen

Viele Themen sind angeschnitten, gute 20 Minuten sind um. „140 haben insgesamt zugeguckt, 45 im Schnitt“, bilanziert Jan Langehaneberg.

Die meisten Klicks kommen aber noch, weiß das Wahlkampfteam: 700 Zugriffe auf die Videos seien die Regel. Und dann kommen noch die Kontakte auf Facebook und Instagram...

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