Auf dem Düstermühlenmarkt wird gerade an jeder Ecke unter Hochdruck gearbeitet

dzDüstermühlenmarkt

Nur noch wenige Tage bleiben, bis der Düstermühlenmarkt eröffnet wird. Die Organisatoren haben noch viel zu tun, liegen aber gut im Zeitplan. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen.

Legden

, 20.08.2019, 18:13 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Leitungen liegen. Das erste Karussell steht schon. Das Partyzelt auch. Überall auf dem Gelände des Düstermühlenmarktes wird gerade emsig gearbeitet. Doch es bleibt noch eine Menge zu tun.

Bernhard Lösing und sein Sohn Stephan sind an diesem Nachmittag gerade dabei, im Partyzelt den großen Fallschirm unter der Zeltdecke aufzuhängen. Viele Meter Lichterketten warten noch in verschiedenen Kisten verpackt auf ihren Einsatz.

DJs bauen erst am Samstagmorgen auf

Auch von der Licht- und Tonanlage ist noch nichts zu sehen. „Die DJs kommen ja erst am Samstagmorgen und bauen ihre Technik auf“, erklärt Bernhard Lösing. Die Handgriffe sind längst einstudiert. Schließlich organisiert er schon seit über 30 Jahren seinen Teil des Düstermühlenmarktes mit der Kirmes und dem Partyzelt.

Auf dem Düstermühlenmarkt wird gerade an jeder Ecke unter Hochdruck gearbeitet

Bernhard (l.) und Stephan Lösing sind gerade dabei, das Partyzelt für den Düstermühlenmarkt herzurichten. Drei Wochen Urlaub nehmen sie sich jedes Jahr, um ihren Teil des Markts zu organisieren. © Stephan Teine

Sein Sohn Stephan ist 33. Von Kind auf ist auch er in die Vorbereitung des Düstermühlenmarktes fest mit eingebunden. „Das war als Kind schon toll, da durfte man überall umsonst Karussell fahren und hinter die Kulissen“, sagt er strahlend. Dass er mal ein Jahr nichts mit dem Düstermühlenmarkt zu tun gehabt hätte, wäre überhaupt nicht in Frage gekommen. „Die ganze Familie hat ja immer mitgeholfen“, erklärt Bernhard Lösing. Sonst sei der ganze Aufwand ja gar nicht zu stemmen.

Aus ganz viel Spaß wurde Arbeit mit viel Spaß

Stephan Lösing nickt. Irgendwann als Jugendlicher sei dann aus dem Spaß auf dem Düstermühlenmarkt Arbeit geworden. „Aber eine Arbeit, die immer noch sehr viel Spaß macht“, fügt er grinsend hinzu. Gleichzeitig aber eine Arbeit, für die knapp die Hälfte des Jahresurlaubs drauf geht: „Eine Woche für den Aufbau, eine Woche für den Abbau und eine Woche, um sich davon wieder zu erholen“, sagt er lachend, während er einem Bekannten die nächste Schlaufe des großen Fallschirms anreicht.

Im Zelt muss noch eine Menge passieren

Das Zelt sieht an diesem Nachmittag trotzdem noch etwas trostlos aus. Bänke und Tische sind noch in ihren Lagergestellen verstaut. Die Sektbar, die in einer Ecke entstehen soll, besteht zu diesem Zeitpunkt einzig aus ein paar Holzwänden. „Das wird aber alles passend fertig. Wir liegen gut in der Zeit“, erklärt Bernhard Lösing zuversichtlich.

Auch die Schausteller rücken in diesen Tagen mit den größeren Karussells an. Der Musikexpress ist schon fertig aufgebaut. Eine dünne Schnur sperrt ihn aber noch ab.

Auf dem Düstermühlenmarkt wird gerade an jeder Ecke unter Hochdruck gearbeitet

Die ersten Fahrgeschäfte stehen schon. Doch noch sind sie abgesperrt. © Stephan Teine

Ein paar Meter weiter in Richtung des Hofes von Bernhard Hülsken arbeiten einige Schausteller gerade daran, den Autoscooter aufzubauen. Einige Wohnwagen stehen ebenfalls schon in der Nähe, sind aber noch nicht an ihrem endgültigen Stellplatz geparkt. Zu den Grenzpfählen der einzelnen Marktstände haben sich ein paar Stromverteilerkästen und hunderte Meter Stromkabeln gesellt. Ansonsten herrscht da noch gähnende Leere.

Organisatoren sind gerade an jeder Ecke gefragt

Ludger Kerkhoff, der dritte Organisator des Düstermühlenmarktes, kommt gerade in Latzhose den schmalen Weg von seinem Hof entlang. Ein paar Worte zu den Mitarbeitern vom Bauhof der Gemeinde, dann läuft er weiter. Die stellen gerade die vielen Halteverbots- und Tempolimitschilder entlang des Düstermühlenwegs auf.

Kerkhoff blickt in den Himmel: „Wenn wir so ein Wetter bekommen, kann eigentlich nicht mehr viel passieren“, sagt er. Tatsächlich: An diesem Nachmittag strahlt die Sonne. Es sind angenehme 24 Grad, ein leichter Wind weht. Perfektes Düstermühlenmarktwetter. „Wir kämpfen immer noch damit, dass wir als Regenkirmes verschrien sind“, erklärt er. Und das, obwohl es in den vergangenen Jahren zum Düstermühlenmarkt immer bestes Wetter gegeben hat.

Auf dem Düstermühlenmarkt wird gerade an jeder Ecke unter Hochdruck gearbeitet

Mitarbeiter der Gemeinde Legden sind gerade damit beschäftigt, die vielen Verkehrsschilder rund um den Düstermühlenmarkt aufzustellen. © Stephan Teine

Seine Stimmung kann das trotzdem nicht trüben. Das Schöne an der Veranstaltung seien ja auch die vielen Besucher, die sich jedes Jahr einmal auf dem Düstermühlenmarkt treffen. „Ich weiß nicht, wie oft ich auf dem Markt den Satz höre: ‚Na dann bis nächstes Jahr auf dem Düstermühlenmarkt“, sagt er.

Düstermühlenmarkt ist ein Treffpunkt für Menschen aus der Region

Viele Alteingesessene oder gebürtige Legdener kommen genau einmal im Jahr zurück in die Heimat. Passend zum Düstermühlenmarkt. „Die treffen sich dann auch oft an genau derselben Stelle und erzählen sich, was seit dem vergangenen Düstermühlenmarkt passiert ist“, sagt er – und ein Strahlen macht sich auf seinem Gesicht breit.

Der Düstermühlenmarkt ist eben eine gewachsene Tradition, die für viele Menschen so fest im Jahr eingeplant ist, wie Ostern oder Weihnachten. Sein Handy reißt ihn aus diesem Gedanken. Irgendwo wird gerade wieder sein Typ verlangt. „Ich muss weiter“, entschuldigt er sich.

DER DÜSTERMÜHLENMARKT AUF EINEN BLICK

Samstag, 24. August:

ab 18 Uhr Markt-Barbecue am Restaurant Düstermühle mit Live-Entertainment Kirmes und Lösings Partyzelt mit DJ Apix Fahrgeschäfte auf der Kirmes: Kettenflieger, Moviestar, Polyp, Musikexpress, Beach Jumper, Autoscooter, verschiedene Kinderkarussells und ein Kinderriesenrad

Sonntag, 25. August:

9 Uhr Markteröffnung ab 18 Uhr After-Market-Party mit Livemusik im Mühlengarten. Auf der Bühne: Axel Fischer (Traum von Amsterdam), Josef Hassing, Buddy & Soul, DJ Michael Jansen, Susan Kent und Special Guest

Montag, 26. August

ab 8 Uhr Markt abends Dans op de Deel in Kerkhoffs Tenne Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Das Veranstaltungsgelände liegt direkt an der L 570 von Ahaus nach Schöppingen. Parkplätze gibt es in unmittelbarer Nähe der Veranstaltungsfläche. Weitere Infos gibt es auf der Internetseite der Veranstalter.
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