Asbecker Junggesellen sagen Schützenfest ab und müssen bis 2022 warten

Coronavirus

Auch der Junggesellenschützenverein Asbeck muss sein Schützenfest aufgrund der Corona-Pandemie absagen. Ein Termin bleibt allerdings. Und eine Überraschung bereiten die Junggesellen auch vor.

Legden

03.06.2020, 17:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das amtierende Schützenpaar Simon Cordes und Maike Reckers ließ sich 2018 feiern. Jetzt können sie keine Nachfolger finden.

Das amtierende Schützenpaar Simon Cordes und Maike Reckers ließ sich 2018 feiern. Jetzt können sie keine Nachfolger finden. © privat

Der Junggesellenschützenverein Asbeck sagt sein diesjähriges Schützenfest aufgrund der Corona-Pandemie jetzt endgültig ab. Ursprünglich hatte man noch gehofft, später im Jahr feiern zu können. Nicht nur Corona hatte die Vorbereitungen sowieso schon erschwert.

Das letzte Wochenende im Juli gehört traditionell den Schützen in Asbeck. Doch jetzt kam das Aus. Einstimmig wurde die Absage auf der letzten Vorstandsversammlung beschlossen. Damit ist auch die Verschiebung des Schützenfestes auf Ende September, wie sie am 16. April noch verabredet wurde, vom Tisch.

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Der Vorstand der Junggesellen hatte damals gehofft, dass sich die Situation bis dahin deutlich entspannen würde. Lukas Sprey, erster Vorsitzender des Junggesellenschützenvereins, sagt dazu: „Wir haben uns entschlossen, es wenigstens mit einem Alternativtermin zu versuchen. Hier sehen wir auch die Verantwortung gegenüber allen beteiligten Parteien, die in solch ein Schützenfest involviert sind und auch davon profitieren. Der Festwirt, die Bands, die Musikvereine und natürlich die Mitglieder.“

Neue Corona-Infektionen müssen unbedingt vermieden werden

Alles unter der Voraussetzung, dass es zu dem Zeitpunkt keine gesundheitliche Gefahr mehr gegeben hätte, so Sprey weiter. Dies sei aber Stand heute immer noch nicht auszuschließen, sagt der Vorsitzende zur Absage. „Wir haben natürlich die Entwicklung beobachtet und weiter gehofft. Allerdings ist offensichtlich, dass ein Schützenfest im üblichen Rahmen wohl auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden kann.“ Die Gesundheit stehe über allem und neue Infektionen müssten unbedingt vermieden werden, zum Schutze aller, so Sprey.

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An einem Termin wollen die Asbecker Junggesellen aber festhalten. Die Kranzniederlegung und die anschließende Schützenmesse soll am ursprünglich geplanten Termin, Freitag, 24. Juli, stattfinden. Aktuell planen die Vorstände des Junggesellenschützenvereins und des Bürgerschützenvereins Asbeck, diese Tradition mit entsprechenden Corona-Maßnahmen fortzusetzen. Tanzabend, Vogelschießen, Sternschießen, Kinderschützenfest und Dämmerschoppen – das alles wird es dagegen nicht wie gewohnt geben.

Der Vorstand des Junggesellenschützenvereins bereitet allerdings auch noch eine Aktion vor, die gemeinsam mit dem Festwirt Hermann Hüwe aus Holtwick entwickelt wurde. Sie soll am eigentlichen Schützenfestwochenende stattfinden.

Nächstes Schützenfest der Junggesellen ist erst 2022

Wie es nun weitergeht und wann die Junggesellen ihr Schützenfest feiern können, ist noch nicht ganz klar. Zur Information: In Asbeck feiern Junggesellenschützen und Bürgerschützen abwechselnd. Somit müssen die Junggesellen bis 2022 warten, um nach 2018 ihr nächstes Königspaar zu küren. „Natürlich werden wir mit dem Bürgerschützenverein über diese besondere Situation sprechen. Aktuell gehe ich aber davon aus, dass die Abfolge unverändert bleibt und im nächsten Jahr das Bürgerschützenfest wie gewohnt durchgeführt wird“, sagt Lukas Sprey.

Ein anderes Problem hatte den Verein zu Beginn des Jahres beschäftigt. Damals hatte der Vorstand Überlegungen angestellt, eine temporäre Alternative zum aktuellen Schießplatz im Wald zu wählen. Der Grund: Aufgrund des warmen Winters war erneut mit Eichenprozessionsspinnern zu rechnen.

Verein zieht keine Mitgliedsbeiträge ein

Diese Arbeiten schritten gut voran, wurden dann aber durch die Corona-Ausbreitung deutlich verlangsamt. Lukas Sprey: „Somit hatte man nun zwei Herausforderungen zu bewältigen, wobei schnell klar wurde, welche die größere werden sollte.“ Auf die Coronakrise reagiert der Verein auch noch in einem anderen Punkt. Lukas Sprey: „Die Mitgliedsbeiträge werden wir dieses Jahr nicht einziehen, das haben wir im Vorstand ebenfalls besprochen.“

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