Ganz schön lang: Insgesamt 580 Meter lang ist der 14 Meter tiefe Tunnel bereits. © Laura Schulz-Gahmen
Meinung

Amprion-Tagebruch: Blindes Vertrauen in Gutachter ist fehl am Platz

Eine absolute Sicherheit, dass nichts bei neuen Bauprojekten passiert, hat man vermutlich nie. Trotzdem sollte man die geologischen Gutachten noch einmal prüfen, findet unsere Redakteurin.

Das war schon eine Kracher-Nachricht, dass es in Legden wegen des Amprion-Tunnels zu einem Tagebruch gekommen ist. Zum Glück ist keinem Menschen etwas passiert. Aber man stellt sich automatisch die Frage: Wie sicher ist das ganze Unterfangen?

Da hätte auch ein Haus stehen können

Klar ist, die Bohrungen laufen bereits wieder, wenn auch nur ganz langsam. Das muss so sein, damit die Maschine nicht kaputt geht. Das kann ich nachvollziehen. Das Unternehmen Amprion geht davon aus, dass es zu dem Tagebruch gekommen ist, weil es an einer Stelle der Bohrung sandiger war, als es das Bodengutachten erwarten ließ.

Da stellt sich mir die Frage: Wie sicher sind diese Gutachten? Man muss ja bedenken, dass an der Stelle des Gartens auch ein Haus hätte stehen können, oder im Garten hätten zu der Zeit des Tagebruchs Kinder spielen können.

Wie sicher sind Bodengutachten?

Natürlich kann man in einem Gutachten nicht jeden Zentimeter des Boden beproben und beurteilen, aber man sollte darüber nachdenken, an solchen Bodengutachten selbst noch zu feilen, um eine schlimmere Situation gänzlich zu vermeiden.

Etwas Gutes hat das Ganze immerhin, durch diesen Vorfall geht das Unternehmen Amprion lieber auf Nummer sicher und die Bauüberwachung hat an der Straße Fliegenmarkt Messstellen eingerichtet, über die Bewegungen im Untergrund erfasst werden können. Wollen wir hoffen, dass das reicht.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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Laura Schulz-Gahmen

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