Marion Wenning geht mit ihren Tageskindern regelmäßig am Mühlenbach spazieren. Dort häufen sich am renaturierten Mühlenbach die Hundehaufen. © Markus Gehring
Am Mühlenbach

Ärger über Hundehaufen am Mühlenbach: „50 Stück habe ich gezählt“

Am renaturierten Mühlenbach häufen sich die Hundehaufen. Das sorgt nicht gerade für Freude bei den Legdenern. Für Hundehalter kann es sogar teuer werden, wenn sie die Haufen nicht entsorgen.

Eigentlich soll der renaturierte Teil des Mühlenbachs in Legden ein Ort des gemütlichen Zusammenkommens und der Erholung sein. Familien, Spaziergänger und Fahrradfahrer sollen dort eine grüne Oase finden.

Aber diese grüne Oase zieht auch Hundehalter an, die ihre vierbeinigen Freunde dort ausführen. Und natürlich heben die Hunde dort auch ihr Beinchen und verrichten noch andere Geschäfte. Marion Wenning hat die Hundehaufen dort gezählt.

50 Hundehaufen gezählt

Am Montag, 25. Januar, ist die Tagesmutter mit ihren zwei Tageskindern am Mühlenbach spazieren gegangen. Dort konnte sie ihren Augen kaum trauen, denn überall waren die Hinterlassenschaften von Hunden.

An und für sich hat Marion Wenning nichts gegen Hunde, aber der Weg sei eben nicht nur für Hundehalter, sondern für die Allgemeinheit. Ihrem Ärger macht sie bei Facebook Luft.

Dort schreibt die Tagesmutter: „Ich bin gerade mit den Tageskindern am Mühlenbach entlang gelaufen. Ich bin etwas entsetzt darüber, wie viele Hundehaufen schon wieder dort liegen“, schreibt sie. „50 habe ich gezählt“, schreibt sie weiter.

Selbst Hundehalter geben Marion Wenning recht

Die Reaktionen auf den Facebook-Beitrag sind eindeutig. „Wieder ein Weg, wo man nicht herlaufen kann. Dabei sollte er für alle sein“, schreibt eine Facebook-Nutzerin. Eine andere Nutzerin schreibt: „Wir haben selber einen Hund und ich kann den Ärger gut verstehen.“ Für sie und auch für ihre Kinder sei es selbstverständlich, die Hundehaufen zu entsorgen.

Ein anderer Hundebesitzer schreibt: „Ich mag da mit unserem Hund gar nicht mehr laufen, weil ich das Gefühl habe komisch angeguckt zu werden.“ Wieder ein anderer Nutzer weist sogar darauf hin, dass es Kotbeutel kostenfrei im Bürgerhaus gibt.

Aufenthaltsort für alle

Im Gespräch mit der Redaktion stellt Marion Wenning klar: „Mir sind die vielen Haufen aufgefallen, deshalb bin ich wirklich ganz langsam gelaufen und habe wirklich jeden Haufen gezählt.“ Wenn sie dort mit den Kindern spazieren geht, würden die ja auch alles anfassen, gibt sie zu bedenken. Gerade jetzt, da der Mühlenbach so schön neu gestaltet wurde, sei es einfach schade, wenn der als Aufenthaltsort gedachte Platz gleich wieder „verhunzt“ werde.

„Das ist so schön geworden und das soll ja auch jeder nutzen können“, sagt Marion Wenning. Sie freue sich, dass dort bald auch noch ein Baumlehrpfad entstehen soll. Eine Bank stehe dort auch schon.

„Da ist viel Geld in die Hand genommen worden“, sagt sie. Es biete sich einfach an, dort spazieren zu gehen. Deshalb sei es nervig, wenn man immer aufpassen müsse, wo man hintritt. „Mülleimer sind ja schon da, um Kotbeutel zu entsorgen, also sollten sie auch genutzt werden“, wünscht sich Marion Wenning.

50 Euro Bußgeld für Hundehaufen

Das sieht auch Hans Wittmund vom Ordnungsamt Legden so. „Das ist und bleibt einfach ein Thema“, sagt er. Auf die Frage, ob und wie die Gemeinde dagegen vorgehen kann, sagt Hans Wittmund: „Natürlich können wir dagegen vorgehen, wenn wir Hund und Herrchen kennen.“ Und das macht das Ordnungsamt auch konsequent.

Erst vor zwei Tagen kam jemand ins Büro vom Bürgerservice und hat einen solchen Fall angezeigt. „Wir haben dann eine Anhörung mit einer Verwarnung an denjenigen rausgeschickt“, so Wittmund. Wenn diese nicht bezahlt wird, kommt noch ein Bußgeld hinzu.

„Das kann man sich wie ein Knöllchen vorstellen“, sagt Hans Wittmund. Stolze 50 Euro kann der liegen gelassene Hundehaufen kosten. Dabei gibt es sogar kostenlose Kotbeutel beim Bürgerservice, bestätigt Wittmund die Angaben des Facebook-Nutzers. Auch Mülleimer stünden viele herum.

Zur Not könne man den Beutel mit Inhalt auch mit nach Hause nehmen und dort entsorgen. Die Allgemeine Sozialkontrolle funktioniere jedenfalls ganz gut in Legden, wie der am Dienstag angezeigte Fall zeige, ergänzt Hans Wittmund.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
Zur Autorenseite
Laura Schulz-Gahmen

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.