Süße Versuchung

Kolumne

In der Leben-Kolumne schreibt Marc Bracht über Gesundheit und Wellness. Diesmal geht es um Essgewohnheiten im Homeoffice. Denn die sind bei vielen lecker, aber fragwürdig.

von Marc Bracht

, 02.03.2021, 15:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Leben-Redakteur Marc Bracht verwandelt sich immer mal wieder in eine Naschkatze. Besonders im Homeoffice meldet sich der süße Zahn regelmäßig.

Leben-Redakteur Marc Bracht verwandelt sich immer mal wieder in eine Naschkatze. Besonders im Homeoffice meldet sich der süße Zahn regelmäßig. © Montage: Adobe Stock/Kaminski

Erst gestern war es wieder soweit. In der Mittagspause drehe ich gern mal eine Runde durch den Park, der direkt vor unserer Haustür liegt. Den Kopf frei kriegen. Und den Magen voll. Denn ein kleiner Extraschlenker führt an einer Bäckerei vorbei. Dort lachten mich frisch gebackene Berliner an. Ich konnte nicht widerstehen. Und nahm direkt drei.

Corona, Homeoffice und schlechte Ernährung

In Zeiten von Corona und Homeoffice steht mein Alltag Kopf. Die Tage sind zwar irgendwie alle gleich - einfach dadurch bedingt, dass sich die Umgebung nicht ändert - , aber die Tagesabläufe nicht.

Denn irgendwie ist man ja doch länger vorm Rechner als in den Jahren v.C., vor Corona. Bei vielen schlägt sich das auf die Ernährung nieder. Klar, es muss zwischen Videokonferenzen und Kundentelefonaten einfach schnell gehen.

Besonders Kinder betroffen

Laut einer Studie von Münchner Ernährungsmedizinern seien besonders Kinder im Homeschooling - auch eine Art von Homeoffice - davon betroffen. Nach der repräsentativen Umfrage unter rund 1000 Familien hatten gut ein Viertel der Eltern und neun Prozent der unter 14-Jährigen im Laufe der Pandemie zugenommen, heißt es in der „Apotheken Umschau“.

„Die Kinder hocken mehr zu Hause rum. Sie bewegen sich zum Teil weniger und snacken mehr“, erläutert Autor Hans Hauner, Professor für Ernährungsmedizin an der TU München. Snacken ist aber auch so schön bequem. Wenn es sich in der Waage hält, auch durchaus okay. Nur tut es das bei den meisten dann nicht.

Tipps für eine gesunde Ernährung im Homeoffice

Um sich den süßen - oft auch fettigen - Zahn zu ziehen, braucht es vor allem eine feste Struktur. Man sollte sich am besten beim Wochenendeinkauf überlegen, was man in den nächsten Tage kochen möchte - und sich dann auch daran halten.

Wichtig ist es auch, sich feste Essenspausen einzurichten. So lässt es sich vermeiden, zwischendurch immer wieder die Süßigkeitenschublade zu plündern. Klappt das mal nicht, kann man den Heißhunger mit einem Glas Wasser bekämpfen.

Weg vom Bildschirm

Beim Essen sollte man sich vom Arbeitsplatz entfernen. Bildschirmpause heißt hier das Stichwort. Das Mittagessen bitte ganz bewusst und ohne Ablenkungen einnehmen. Die Devise „Weg vom Schirm“ greift auch bei meinem letzten Tipp. Bewegung, Bewegung, Bewegung.

Wer sich täglich dazu aufraffen kann, eine Runde um den Block zu drehen, der wird merken, dass das Hüftgold schmilzt. Ich mache es auch regelmäßig - lasse ab sofort dann sogar auch den Besuch beim Bäcker aus.

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