Kolumne

Mit Sakko im Homeoffice

In der Leben-Kolumne schreibt Marc Bracht über Gesundheit und Wellness. Diesmal geht es um unsere Kleidung im Homeoffice. Denn diese hat Auswirkungen auf unser Wohlbefinden.
Eine Studie belegt: Auch im Homeoffice sollte es einen Dresscode geben. Kann Leben-Redakteur seine Jogginghose trotzdem behalten? © Montage: Adobe Stock/Kaminski

Zugegeben, im Homeoffice setze ich eigentlich konsequent auf Jogginghose. Sieht ja niemand in der Videokonferenz. Einzig das Oberteil variiert. Wenn ein wichtiger Termin ansteht, wähle ich ein ordentliches. An ganz normalen Tagen tuts auch ein Kapuzenpullover. Kürzlich habe ich gelesen, dass die Kleiderwahl im Homeoffice großen Einfluss auf unsere Psyche haben kann. Muss ich meine also überdenken?

Homeoffice-Outfit: Kleiderwahl beeinflusst Leistung

Die Berliner Morgenpost titelt: „Schlechte Leistung durch Jogginghose im Homeoffice“. Als ich diese Zeile sah, hätte ich beinahe meinen Kaffee auf dieselbige geschüttet.

In besagtem Artikel wird Coachin Petra Lienhop aus Hannover zitiert. Sie sagt: „Der Arbeitstag beginnt vor dem Kleiderschrank.“ Entsprechende Kleidung steigere Selbstwert und Selbstbewusstsein. Das Resultat sei eine produktivere Arbeitsweise.

Australische Forscher gegen den Schlabber-Look

Lienhop steht mit dieser Behauptung nicht allein da. Denn auch Forscher aus Australien haben sich mit dieser Frage auseinandergesetzt. Im „Medical Journal of Australia“ kommen sie zu folgendem Ergebnis: Die psychische Verfassung von Mitarbeitern ist messbar schlechter, wenn sie im Schlabber-Look arbeiten.

Die Wissenschaftler plädieren deshalb auch aufs fein säuberliche Herrichten vor der Arbeit im Homeoffice. Also: Raus aus dem Gammelpulli, rein ins Sakko. Am besten noch eine Krawatte um den Hals. Ja, mir tut das jetzt auch leid.

Homeoffice-Looks: Oben hui, unten pfui

Zahlreiche Clips Internet belegen, dass viele Mitbürger so verfahren, wie ich es oben beschrieben habe. Es werden immer wieder Personen mit Shorts, Schlüpfer oder Schlimmerem in Videokonferenzen erwischt, z.B., wenn es unerwartet an der Tür klingelt.

Okay, okay – ich bin kompromissbereit. Ab sofort werde ich auch im Homeoffice wenigstens ein Hemd tragen. Aber nur, wenn man mir wenigstens bei der Hosenwahl freie Hand lässt. Ich bleibe auch immer sitzen. Versprochen.

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