Während der Schließung im April hatte das Schauspielhaus Bochum seinen Zuschauern Gesundheit gewünscht. Damit die Theater im Ruhrgebiet nicht erneut schließen müssen, wurden die Besucherzahlen jetzt überall extrem reduziert. © picture alliance/dpa
Corona-Folgen

Theater und Konzertsäle werden schockierend leer wirken

Theater und Konzertsäle im Ruhrgebiet müssen ihre Besucherzahlen wegen Corona extrem zurückfahren. Und was passiert nun, wenn für ein Event bereits zu viele Karten verkauft worden sind?

Ins Dortmunder Opernhaus dürfen ab sofort noch 234 (von 1170) Menschen, ins Schauspiel nur noch 98. Das Kinder und Jugendtheater KJT darf nur noch vor 40 jungen Menschen spielen. Dabei handelt es sich jeweils um die neuerdings vorgeschriebenen 20 Prozent. Weil für manche Vorstellungen schon mehr Karten verkauft worden sind, müssen Menschen ausgeladen werden.

Damit wollte sich das Theater Dortmund aber noch Zeit lassen und die NRW-Entscheidungen vom Freitag (16.10.20 ) abwarten. „Jedoch sehen wir uns in unserer Strategie bestätigt, die erste Öffnung mit einem erheblich reduzierten Angebot zu begleiten. Wir hatten damals bewusst weniger Plätze angeboten, als möglich sind“, so Sprecher Alexander Kalouti. Das bewähre sich jetzt.

Das Konzerthaus Dortmund hat wegen seiner Größe die ebenfalls im NRW-Erlass erwähnte Höchstgrenze von 250 (von 1550) Menschen zu beachten. „Wir prüfen jedes Konzert“, sagte Marion Daldrup aus der Presseabteilung. Manche Künstler könnten hoffentlich zweimal spielen.

Lünen: Nur noch 150 Plätze im Hilpert-Theater

Das Heinz-Hilpert-Theater in Lünen kann nur noch 150 Sitzplätze vergeben, in der Studiobühne sogar nur noch 20. Lünen hat eine ganze Reihe von Veranstaltungen abgesagt – darunter das Internationale Naturfotofestival – oder auf 2021 verschoben.

Bochum: Viele Ticketkäufer werden ausgeladen

Das Schauspielhaus Bochum darf jetzt nur noch 162 Tickets verkaufen. Die Mitarbeiter waren am Freitag schon dabei, für dieses Wochenende vielen Zuschauern abzusagen. Zu viele Tickets wurden auch für „Ein Gast, eine Stunde“ mit Norbert Lammert und Joachim Gauck am nächsten Sonntag verkauft. „Um fair zu bleiben, gehen wir nach dem Buchungsdatum“, erklärte Stefan Kriegl, Leiter der Kommunikation.

Essen: Noch ist keine Verfügung der Stadt angekommen

Erstaunlich, dass die Theater und Philharmonie Essen GmbH noch immer keine Verfügung des Stadt Essen hat. Die Maskenpflicht am Platz, die in allen anderen Theatern gilt, kommt aber auch hier. Die Tanzpreis-Gala an diesem Samstag setzt die Änderungen dennoch um. Die Veranstalter hatten vorsichtshalber nur 220 Tickets vergeben. Für alle Bühnen gilt: Mail-Adressen oder Telefonnummern der Gäste sind weitestgehend bekannt, Betroffene erhalten Nachricht.

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Kultur-Redaktion
Kultur ist eine Reise ins Abenteuer, und ich verstehe mich als Ihr Reiseführer. Welche Ausstellung in der Region ist super? Vor welchem Theaterstück muss ich warnen? Da nützt ein Magisterabschluss in Germanistik und Kunstgeschichte von der Ruhr-Uni Bochum nur bedingt. Mir hilft mehr, dass ich seit 1990 Journalistin und ein 1963 in Essen geborener Ruhrgebiets-Fan bin. Mein Ziel: Dass Sie mit unseren Tipps ihre Freizeit gut gestalten.
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