„Todestreue“ ist ein Lokal-Krimi von Peter Gallert und Jörg Reiter. © picture alliance/dpa
Büchertipp

Peter Gallert und Jörg Reiter gehen vor Pottkulisse auf Mörderjagd

Der Lokal-Krimi „Todestreue“ des Autorenduos Peter Gallert und Jörg Reiter spielt in Duisburg. Spannend und abwechslungsreich ist diese Geschichte nicht nur für Ruhrgebiets-Romantiker.

Ein junger Ex-Sträfling, der in einem Camper neben einer Autobahnraststätte lebt. Eine junge Studentin mit Migrationshintergrund, die sich aus ihrem Milieu kämpfen will. Eine Rockergang namens „Death Riders“. Ein Polizeiseelsorger in Elternzeit. Und Duisburg.

Das sind die Zutaten für „Todestreue“, den dritten Krimi von Peter Gallert und Jörg Reiter. Die Autoren mixen erst einmal einen dicken und klebrigen Teig aus Lokalkolorit zusammen.

Das Setting wirkt zunächst wie das Bühnenbild eines größenwahnsinnigen Regisseurs

Die Geschichte entwickelt sich zäh und das Setting wirkt zunächst wie das Bühnenbild eines größenwahnsinnigen Regisseurs.

Nachdem die erste Leiche aufgetaucht ist, nimmt der Krimi dann aber doch Fahrt auf. Und während alle den jungen Ex-Sträfling Leon verdächtigen, ist es an Polizeiseelsorger Martin Bauer, die Wahrheit herauszufinden.

Der Wettlauf findet im Duisburger Hafen seinen Höhepunkt

Er ist als einziger von Leons Unschuld überzeugt – und so entsteht ein „Einer gegen alle“-Wettlauf, der natürlich im Hafen seinen Höhepunkt findet, wir sind schließlich in Duisburg.

Gallert und Reiter gelingt es dabei, die Handlung immer ein Stück weiter voranzutreiben – ohne dass der Leser ahnt, worauf er da eigentlich zusteuert. Und dafür ist dann das Ende – gerade gemessen am dick aufgetragenen Anfang – sogar etwas dünn.

Unterm Strich bleibt ein spannendes, abwechslungsreiches Buch, das nicht nur für Ruhrgebiet-Romantiker.

Infos zum Buch

  • Peter Gallert und Jörg Reiter: Todestreue
  • 430 S., Ullstein
  • 10 Euro, ISBN 978-3-548-06038-5
Über den Autor
Redaktion Lünen
Journalist, Vater, Ehemann. Möglicherweise sogar in dieser Reihenfolge. Eigentlich Chefreporter für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen. Trotzdem behält er auch gerne das Geschehen hinter den jeweiligen Ortsausgangsschildern im Blick - falls der Wahnsinn doch mal um sich greifen sollte.
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Daniel Claeßen

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