Natalie Karl und Mirko Roschkowski sind Solisten in der Operettengala der Neuen Philharmonie Westfalen. © Sven Lorenz
Klassik-Stream

Operettengala aus der Philharmonie Essen zündet ein Hit-Feuerwerk

Himmelblau ist die ganze Welt für die Sänger und Orchestermusiker zurzeit nicht. Aber die Operettengala aus der Philharmonie Essen bringt zwei Stunden Himmelblau-Stimmung ins Wohnzimmer.

Die Neue Philharmonie Westfalen präsentierte – schmissig und mitreißend gespielt – unter der Leitung von Ernst Theis mit den Solisten Natalie Karl (Sopran) und Mirko Roschkowski (Tenor) mit viel Schwung und Schmelz die Hits aus vielen Operetten.

Sopranistin sang mit viel ungarischem Temperament

Dass in Natalie Karl ein wenig ungarisches Blut fließt, hörte man an ihrer feurigen Darstellung der Gräfin Mariza. In manchen Arien wirkte der Sopran von ihr allerdings etwas schwer.

Auch Mirko Roschkowski war ein temperamentvoller Interpret im „Zigeunerbaron“ von Johann Strauß. Der Tenor ist übrigens ein Dortmunder und hat in seiner Heimatstadt auch schon bei einer Operettengala das Publikum begeistert. Im vergangenen Jahr war er in einer Hauptrolle in Aubers Oper „Die Stumme von Portici“ zu hören – leider nur in einer Geisterpremiere ohne Publikum.

Tenor schwelgte mit seiner Partnerin in Walzerseligkeit

Mit strahlendem Tenor ermunterte er „Freunde, das Leben ist lebenswert“ aus Lehárs „Giuditta“ und schwelgte in den Duetten mit Natalie Karl mit weich schmelzender Stimme in Walzerseligkeit.

Mehr als 900 Zuschauer hatte die Premiere des Zwei-Stunden-Programms – eine Gute-Laune-Gala zum Genießen und um Corona für einen Abend zu vergessen. Der Stream ist bis 6. März kostenlos auf dem Youtube-Kanal der Philharmonie erreichbar. Die Philharmonie Essen bittet um eine Spende für den Nothilfe-Fonds der Deutschen Orchester-Stiftung.

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Kultur-Redaktion
Julia Gaß begleitet und beobachtet seit 35 Jahren für die Zeitung das Kulturleben in Dortmund und in der Region.
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