Feen-Schülerinnen: Bloom (Abigail Cowen, Mitte) und ihre Mitbewohner müssen sich zusammenraufen. © Jonathan Hession/NETFLIX
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„Fate – The Winx Saga“: Liebe, Magie und Geheimnisse im Internat der Feen

Neu bei Netflix: „Fate – The Winx Saga“ ist eine maßgefertigte Mystery-Soap für Mädchen. Dabei gibt es so manche Parallelen zu anderen Zauber-Universen.

Modische Jungs und Mädels vor einem Herrenhaus. Schönling zur Rothaarigen: „Ich wette, Du bist eine Fee und nicht aus der Anderswelt!“ „Hör auf, die Erstsemester anzugraben“, frotzelt ein Bursche. „Morgen ist Unterricht“, verkündet die Direktorin, „ihr werdet eure Magie kennenlernen.“

Was schwer nach Hogwarts klingt, spielt in Alfea, einem Internat für Feen, Schauplatz der Netflix-Serie „Fate – The Winx Saga“. In sieben Minuten (inklusive Grusel-Prolog) hat die Auftaktfolge schon „angetriggert“, was uns in sechs Filmen erwartet: Feen-Power und Liebe, durchgespielt von fotogenen Youngstern der Generation Smartphone.

Für Teens ab 16 Jahren

Magie, Eifersucht und Zickenkrieg, dunkle Geheimnisse, hier und da ein verschmauchtes Monster: Eine Mystery-Soap für Mädchen, angelehnt an die kunterbunte Trickserie „Winx Club“. Die war für die Kleinen, während „Fate“ passgenau für die Zielgruppe Teenager ab 16 geschneidert ist.

Die Analogien zu Harry Potter sind so deutlich, dass zur Milderung der Peinlichkeit Dialoge auftauchen, in denen die Feen sich als Potter-Leser outen, was als Zwinkern zu verstehen ist.

Strippenzieher des Ganzen ist Brian Young, er hat Erfahrung im Überfrisieren von Erfolgsstoffen. Mit „Vampire Diaries“ schuf er eine Serie, die aus den „Twilight“-Szenarien von Stephenie Meyer Honig saugte.

Trendschnittig kalkuliert

Auch die „Winx Saga“ wirkt trendschnittig bis ins Detail kalkuliert, vom Plot über das Casting bis hin zum Girlie Pop in der Musik. Fünf Feen bilden im Internat eine WG. Bloom (Abigail Cowen) ist eine Feuerfee, Aisha (Precious Mustapha) eine Wasserfee. Dann gibt es die Luxus-Tussi Stella (Hannah Van der Westhuysen), die mit Bloom um einen Jungen rangelt. Das größte Luder ist Beatrix (Sadie Soverall), die im Auftrag dunkler Mächte die Schule ausspioniert.

Bestien greifen an, Rätsel sind zu lösen. Zwischendurch wird geknutscht und Feenkraft eingeübt. Eine Seifenoper mit Fantasy und Hokuspokus, deren Magie spürbar vom Reißbrett stammt. Bei Netflix ein Hit.

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Kultur-Redaktion
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