Nicht taufrisch, aber definitiv kein Kinderkram: Die „Desperate Housewives“ sind neu bei Disneys „Stars“. © Disney
Streaming-Dienst

Disney geht in die Offensive und bietet neue Stars-Reihe für Erwachsene

Am 23. Februar erweitert der Streamingdienst Disney+ sein Angebot um Filme und Serien für Erwachsene. Darunter sind auch alte Hüte, aber der Schritt war überfällig.

Mehr Stars, mehr Unterhaltung, demnächst auch Serien aus Deutschland: Mit viel Tamtam hat Disney am Dienstag per Live-Stream jede Menge Filme und Serien vorgestellt, die ab 23. Februar beim hauseigenen Streamingdienst Disney+ abrufbar sind. „Stars“ heißt die neue Plattform, deren Angebot sich an Erwachsene richtet.

Die Präsentation wurde zum großen „Namedropping“: Der ist dabei, die ist dabei, alles neu, alles toll. Wobei ein Gutteil des Angebots aus Filmen und Serien besteht, die eben nicht taufrisch sind: „Slumdog Millionaire“, „Grand Hotel Budapest“, „Moulin Rouge“ sind alte Hüte, auch Serien wie „Desperate Housewives“ und „Grey‘s Anatomy“.

Netflix und Amazon Platzhirsche

Festzuhalten ist, dass Disney+ erwachsener wird, manche sagen, werden muss: Böse Zungen nörgeln schon länger, dass neben dem „Star Wars“-Ableger „The Mandalorian“ kaum attraktive Filme für Ältere bei Disney zu sehen sind.

Disneys Offensive ist vor dem Hintergrund des Wettbewerbs unter den Anbietern zu sehen, wo Netflix und Amazon Prime Video die Platzhirsche stellen. Netflix streamt rund 8100 Filme und Serien, Amazon kommt auf 4300. Disney+, vor einem Jahr gestartet, zeigt um die 1000 Titel.

Netflix wirft dabei jede Woche frisches Filmfutter auf den Markt, Eigenproduktionen und neue Streifen („Neues aus der Welt“), die wegen Corona im Internet Premiere feiern.

Zwei Filme aus dem Marvel-Kosmos

Wer Abonnenten halten will (und neue dazugewinnen), der braucht Filme, die kein anderer hat. Womit also will Disney gegenhalten? Mit Filmen um Pinocchio, Peter Pan (mit Jude Law), Obi-Wan Kenobi (mit Ewan McGregor).

Aus Marvels Kosmos kommen „Loki“ oder „The Falcon“. Disney-Originale sollen folgen: Die Animation „Solar Opposites“ um Aliens in den USA, das Teen-Dramolett „Love, Victor“, Thrillerreihen wie „Big Sky“ und „The Old Man“.

Wie Netflix entwickelt Disney nun auch deutsche Stoffe. In der Pipeline stecken „Sam – ein Sachse“ (über Sachsens ersten farbigen Polizisten) und „Sultan City“ (zu Türken in Berlin). Es bleibt also spannend im Duell der Streamingdienste.

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