Anne Stern setzt ihre Reihe um die Hebamme Hulda im Berlin der 1920er-Jahre fort. © Pixabay
Buchtipp

Autorin Anne Stern entführt wieder in das Berlin der 1920er-Jahre

Bestsellerautorin Anne Stern nimmt im zweiten Band ihrer historischen Roman-Reihe „Fräulein Gold“ ihre Leser mit in Berlins Scheunenviertel. In „Scheunenkinder“ gibt es Streit um ein Baby.

Hulda Gold ist Hebamme im Berlin der nicht immer „Goldenen 20er“. In „Scheunenkinder“, dem zweiten Band ihrer Reihe um „Fräulein Gold“, nimmt Anne Stern ihre Leser mit in das Berliner Scheunenviertel, in dem vor allem Menschen jüdischen Glaubens leben.

Dort hilft Hulda der jungen Tamar, ihren Sohn auf die Welt zu bringen. Tamar hat in eine streng jüdische Familie eingeheiratet. Weil sie keine Jüdin ist, ist ihr Kind der Familie ein Dorn im Auge.

Neugeborenes verschwindet nach zwei Tagen

Als Hulda zwei Tage nach der Geburt erneut zu Tamar kommt, ist der Junge verschwunden. Das lässt der Hebamme keine Ruhe, und auch Tamar will es sich nicht gefallen lassen, dass ihre Schwiegermutter und der Rabbi über ihr Leben und das Schicksal ihres Sohnes bestimmen.

Dazu kommt, dass Huldas Freund, der Kommissar Karl North, gerade einen schrecklichen Fall aufklären muss. Offenbar sind Kinderhändler in Berlin unterwegs, die auch vor Mord nicht zurückschrecken. Ist auch Tamars Kind Opfer dieser skrupellosen Verbrecher geworden?

Spannende Unterhaltung in historischer Atmosphäre

Auch der zweite Band der Reihe bietet spannende Unterhaltung und bestens recherchierte historische Atmosphäre. Es geht zudem um die Beziehung von Hulda zu Karl und ihrem Ex-Freund Felix. Und um die politische Situation, zehn Jahre vor Hitlers Machtergreifung. Sehr lesenswert.

Infos zum Buch

  • Anne Stern: Fräulein Gold – Scheunenkinder
  • 447 S., Rowohlt
  • 16 Euro, ISBN 978-3-499-00429-2
Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
Zur Autorenseite
Beate Rottgardt

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.