Zauberei, Nonsens-Gespräche und Beziehungskisten beim Kabarett-Abend

dzHof Jünger

Zum ersten Mal seit vielen Monaten standen im Kirchhellener Hof Jünger wieder Comedians auf der Bühne des Theatersaals. Beim Publikum kam das gut an.

Kirchhellen

, 30.09.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie heißen sie?“, fragte Erasmus Stein die Dame im Publikum. „Monika“, kam als Antwort. Stein: „Ein schöner Name. Monika mit c oder mit k?“ „Mit k.“ „Toll dann habe ich es ja richtig ausgesprochen!“

Mit Nonsens und Zauberei begeisterte Erasmus Stein sein Publikum im Kirchhellener Kulturzentrum Hof Jünger am Dienstagabend (29. Oktober). Nach Corona-Zwangspause hieß es dort am Dienstag und auch am Mittwoch wieder „Kabarett im Hof“. Um die Abstandregeln einhalten zu können waren die Sitzreihen nur etwa zur Hälfte gefüllt. Auch sonst wurde streng auf Einhaltung aller Vorschriften geachtet. „Ich muss zur Herrentoilette.“ „Da ist besetzt.“ „Aber die Frau vor mir ging doch zur Damentoilette.“ „Trotzdem müssen sie warten.“

Zurück zum Programm. Neben Erasmus Stein aus Essen trat auch der Schweizer Comedian Peter Löhmann auf. Benjamin Eisenberg führte durchs Programm und ließ sich ein paar kabarettistische Seitenhiebe zum Thema Corona nicht nehmen: „Jetzt will uns Gesundheitsminister Jens Spahn seinen Krisenstab zeigen. Den will ich gar nicht sehen!“ Er erklärte: „Wegen Corona werden zahlreiche ehemalige Alkoholiker rückfällig, weil sie sich nach jedem Desinfizieren die Hände abschlecken.“ Benjamin Eisenberg gestand: „Während der Kontaktsperre hab ich mich gehen lassen. Für wen sollte ich mich waschen oder duschen?“

Mit Nonsens und Zauberei begeisterte Eramus Stein sein Publikum im Hof Jünger.

Mit Nonsens und Zauberei begeisterte Eramus Stein sein Publikum im Hof Jünger. © Ralf Pieper

Peter Löhmann stellte sich dem Publikum erst einmal vor: „Ich bin Deutsch-Schweizer. Deutsch durch meine Mutter, und Schweizer durch einen sehr, sehr guten Freund meines Vaters.“ Er plauderte über seine Beziehungen: „Am Mittwochabend habe ich sie bei Facebook kennengelernt, am Freitag ist sie bei mir eingezogen. Dann fing sie an mit Umdekorieren. Erst mal ist alles Aufblasbare aus meinem Schlafzimmer verschwunden.“ Es folgte ein verzweifelter Poetry Slam: „Du hast sogar meine Socken gebügelt, ich war noch drin, nennst du das etwa heiße Liebe?“

Quasselstrippe mit Zauberkräften

Erasmus Stein forderte das Publikum auf, ihm bei einem Kartentrick zu helfen: „Ich mische jetzt die Karten durch und ihr müsst einfach Stop sagen. Wenn ihr kein Englisch sprecht, könnt ihr auch Halt sagen.“ Die Quasselstrippe mit Zauberkräften sorgte im rasanten Wechsel für Bauchkrämpfe vor Lachen und dann wieder fragende Gesichter. Wie hat der Trick eben funktioniert?

Dass diese zwei Kabarett-Abende stattfinden konnten, hatte eine Spende über 2000 Euro der Vereinten Volksbank möglich gemacht. Denn durch die lange Schließzeit sowie die begrenzten Platzkapazitäten aufgrund der Corona-Hygienevorschriften war der Bürgerverein Hof Jünger in Bedrängnis geraten.

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