Unternehmer wünscht sich mehr Respekt für seine LKW-Fahrer

dzStremmer Sand und Kies

Die Bodenschätze in der Kirchhellener Heide sind Grundlage für den Erfolg des Unternehmens Stremmer Sand und Kies. Aber Standortnachteile gibt es am Firmensitz trotzdem.

Kirchhellen

, 30.09.2020, 11:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit über 80 Jahren fördert das Unternehmen Stremmer Sand und Kies in der Kirchhellener Heide. In der dritten Generation führt Lars Fiele die Firma, die sein Vater Heinz gemeinsam mit Manfred Stremmer, dem Sohn des Firmengründers und Namensgebers Franz Stremmer, zur heutigen Größe geführt hat.

Wie sehr das Unternehmen in Kirchhellen und bei den Christdemokraten verwurzelt ist, zeigte sich auch bei einem Besuch Kirchhellener CDU-Vertreter im September. Fiele ist Vorsitzender der Sektion Bottrop des CDU-Wirtschaftsrates.

Kirchhellener Sand liegt in Reitparcours auf der ganzen Welt

Da ging es nicht nur um den besonderen Quarzsand stresan®, der als hochwertiger Reitboden in ganz Europa ausgeliefert wird und der auch auf Golfplätzen, Beachvolleyballfeldern und Kinderspielplätzen gefragt ist, sondern um das Verhältnis des Unternehmens zum Standort.

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Lars Fiele hatte einige Mitarbeiter aus unterschiedlichen Bereichen seiner Firma zum Gespräch hinzugebeten, um den Politikern ein wenig von den Alltags-Sorgen eines Umwelt-relevanten Unternehmens näherzubringen. Denn die vielen Fahrten der Stremmer-Lastwagen sorgen bei Bewohnern und Umweltschützern immer mal wieder für Diskussionsbedarf.

Ohne LKW-Transporte ist die Sandgewinnung nicht möglich

„Wir haben in den letzten Jahren unseren CO2-Ausstoß um 18 Prozent reduziert“, erläuterte Fiele. „Da wären Umwege, wie sie manchmal von Anwohnern gefordert werden, kontraproduktiv.“ Für seine LKW-Fahrer wünschte er sich mehr Respekt aus der Bürgerschaft.

„Die machen einen extrem guten Job.“ Eine Bundesstraße sei außerdem dafür da, LKW-Verkehr aufzunehmen, konstatierte auch Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder. Dennoch setze sich die Politik immer wieder für Verbesserungen der Transportwege ein.

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Während die Lage des Unternehmens für die Gewinnung von Sand und Kies im Ländlichen optimal zu sein scheint, sieht Lars Fiele in Sachen ÖPNV einen krassen Standortnachteil. „Bei uns bewerben sich qualifizierte junge Leute, die gerne auf ein Auto verzichten würden, aber dennoch nicht aus dem Ballungsraum raus wollen. Die haben aber kaum eine Möglichkeit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Firmensitz an der Raiffeisenstraße zu kommen.“

Von den 46 Mitarbeitern leben nur sieben direkt in Kirchhellen. Die anderen pendeln ein, in der Regel mit dem eigenen Wagen.

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