Standort wird geprüft

Neues Jugendzentrum

In die Diskussion um eine neue Jugendeinrichtung in Kirchhellen kommt Bewegung. Der von der CDU ins Gespräch gebrachte Standort an der Bezirksverwaltungsstelle rückt dabei in den Hintergrund. So könnte das Zentrum doch, wie ursprünglich geplant, auf dem Gelände des ehemaligen Spargelhofs Beckmann an der Hackfurthstraße entstehen.

Kirchhellen

, 18.10.2016, 16:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Standort wird geprüft

In einem überarbeiteten Konzept stellt jetzt der Fachbereich Jugend und Schule vor, wie das Jugendhaus am ehemaligen Spargelhof Beckmann aussehen könnte.

„Wir haben Gelder von Bund und Land – aus dem Konjunkturpaket III-Mittel – umgeschichtet, sodass wir sie jetzt auch für den Bau des Jugendzentrums verwenden könnten. So wären wir in der Lage, das Jugendhaus zu finanzieren“, erklärte Renate Palberg, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende.

Die SPD schlägt vor, die ursprünglich von der Stadt für den Haushalt 2018 dafür vorgesehenen 60 000 Euro auf 140 000 Euro aufzustocken und bereits in den kommenden Haushalt einzustellen. Insgesamt schätzt die SPD die Gesamtkosten auf rund eine Million Euro. Zu den Geldern aus dem Konjunkturprogramm kämen, so Palberg, auch noch Gelder, die die Bewohner des Schultenkamps für eine neue Jugendeinrichtung bereit stellen müssten.

Schlechte Erfahrungen

„Daher sind wir auch ganz stark dafür, das Zentrum am ehemaligen Spargelhof zu errichten“, erklärte Palberg. Hinzu käme, dass viele Anwohner des Bereichs rund um das Brauhaus keine Jugendeinrichtung in ihrer Nähe wollten. Sie seien ohnehin schon dem Lärm des Brauhauses am Ring ausgesetzt und hätten zudem schlechte Erfahrungen mit der ehemaligen Jugendhütte hinter der Polizei gemacht. In einem Unterausschuss des Jugendhilfeausschusses hatte sich die Mehrheit dafür entschieden, nur den Standort am Spargelhof von der Verwaltung prüfen zu lassen. Die CDU plädiert jedoch nach wie vor dafür, ergebnisoffen an das Thema heranzugehen. „Wichtig ist, dass überhaupt etwas passiert. Wo, ist im Endeffekt egal“, sagte der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Bastian Hirschfelder (CDU) im Gespräch mit unserer Zeitung.

Unsichere Zukunft

Dass die SPD sich nun als Vorantreiber des Projektes präsentiert, hält er für „Augenwischerei“: „Die Einrichtung wird geplant. Der Auftrag für die Planung wurde schon vor einiger Zeit an die Verwaltung gestellt.“ Die von der SPD ins Spiel gebrachte Gesamtsumme von einer Million Euro bereite ihm zudem Bauchschmerzen. „Das ist verdammt teuer. Es wäre fatal, jetzt so viel Geld für etwas auszugeben, von dem man nicht mit Sicherheit weiß, ob es funktioniert“, so Hirschfelder. Daher macht er sich auch dafür stark, sich bereits jetzt Gedanken darüber zu machen, wie das Gebäude in Zukunft anderweitig nutzbar wäre.

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