Stadt gibt den Startschuss für Radweg nach Gahlen

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Im Spätherbst soll der Bau des Radweges von Kirchhellen nach Gahlen starten. Oberbürgermeister Bernd Tischler versuchte zu erklären, warum die Planung so lange gedauert hat.

Kirchhellen

, 13.08.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viele, die seit Jahren für den Radweg nach Gahlen kämpfen, werden es kaum glauben können: Der Startschuss für den Bau des Weges an der Gahlener Straße ist erfolgt. Nachdem es immer wieder Verzögerungen gab und zuletzt sogar ein geplanter Pressetermin abgesagt werden musste, scheint die Planung jetzt in trockenen Tüchern zu sein.

„Das war tatsächlich ein längeres Planungsprojekt. Jetzt sind jedoch alle Probleme gelöst - eine gute Planung liegt vor und jetzt wünsche ich dem Projekt viel Erfolg“, sagte Oberbürgermeister Bernd Tischler am Mittwoch (12. August) bei der offiziellen Vorstellung des Bauvorhabens.

Als Grund dafür, dass es bis zu diesem Punkt so lange gedauert hat, nannte er vor allem die Tatsache, dass der 1,75 Kilometer lange Radweg durch ein Naturschutzgebiet führt. „Das hat die Planung sehr anspruchsvoll gemacht, da wir sehr vorsichtig vorgehen und beispielsweise auch Ausgleichsmaßnahmen einplanen mussten“, so Tischler.

Eine Besonderheit wollte der Oberbürgermeister nicht unerwähnt lassen. Denn eigentlich ist der Landesbetrieb Straßen.NRW der Baulastträger. 2009 hatte dieser auch angefangen, Verhandlungen mit Grundstückseigentümern zu führen, 2010 die Stadt Bottrop aber darüber informiert, dass er personell nicht in der Lage sei, den Radweg zu planen. Daraufhin hatte das Tiefbauamt der Stadt die Planung und den Bau des Weges selbst in die Hand genommen.

„Ohne die Bürger wären wir nicht da, wo wir jetzt sind“

„Das ist schon was Besonderes, dass wir als Stadt in die Verantwortung gehen, weil uns ein Projekt so wichtig ist“, so Tischler. „Ohne die Bürger beziehungsweise Anwohner, die sich jahrelang aktiv für den Bau dieses Radweges eingesetzt haben, wären wir aber auch nicht da, wo wir jetzt sind“, ergänzte Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder. Vor allem sie seien es gewesen, die dafür gesorgt hätten, dass das Projekt auf der Prioritätenliste des Regionalverbandes Ruhr (RVR) ganz nach oben gerutscht sei.

Insgesamt zeigte sich Schnieder jedoch zufrieden damit, dass es endlich los geht. Denn an den Bau ist auch das Glasfaserprojekt der Bauerngemeinschaft Ekel gebunden. In die Trasse des Weges soll das Leerrohr für die Glasfaseranbindung zwischen Gahlen und Ekel gelegt werden. „Wir wollen bis Ende November die Anschlüsse in der Peripherie sicherstellen und diese dann anschließen, wenn der Radwegbau soweit ist“, erklärte Schnieder. Insgesamt wird der Weg 2 Millionen Euro kosten. Nach der Ausschreibung der Maßnahmen sollen die Arbeiten im Spätherbst beginnen und rund ein Jahr dauern.

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