Seelsorger in Kirchhellen: „Weihnachten wird stattfinden!“

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Das neue Seelsorgeteam der Gemeinde St. Johannes hat am Donnerstag auf dem Johann-Breuker-Platz den Kontakt zu den Kirchhellenern gesucht. Viele nahmen das Angebot an.

Kirchhellen

, 29.10.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist der Tag, nachdem am Abend zuvor zur Bekämpfung der Corona-Pandemie von der Regierung massive Einschränkungen ab kommender Woche beschlossen wurden. Auf dem Johann-Breuker-Platz in Kirchhellen ist Markttag. An präsenter Stelle hat das neue Seelsorgeteam der Gemeinde St. Johannes das Begegnungsmobil der Caritas geparkt und Stehtische aufgestellt. Alleine stehen sie dort nie für eine lange Zeit - es gibt Gesprächsbedarf.

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„Wir wollen trotz Corona mit den Menschen hier in Kontakt treten und zeigen, dass wir immer ansprechbar sind“, sagt Pastoralreferent Werner Koschinski. Im Gepäck hatte das Team unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ neben Kugelschreibern und Jahreskalendern im Taschenformat auch aktuelle Informationen aus der Pfarrei - beispielsweise zu Sankt Martin.

Viele Kirchhellener blieben stehen, wollten das neue Team kennenlernen, suchten das Gespräch. Das Thema „Corona und die Kirche“ kam dabei oft zur Sprache. Eine ältere Dame erzählte beispielsweise, dass sie sich seit der Pandemie aus Angst vor einer Ansteckung nicht mehr in die Gottesdienste traue und wie schmerzlich das für sie sei. Pater Potowski, Pater Periya sowie die Pastoralreferenten Werner Koschinski und Dennis Humberg hatten für alle Probleme ein offenes Ohr und jede Menge Zeit mitgebracht.

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„Hier auf dem Markt ist die Hemmschwelle, uns anzusprechen, deutlich niedriger, als wenn man beispielsweise erst im Pfarrbüro anrufen muss“, so Koschinski. Ihm und dem gesamten Seelsorgeteam sei es wichtig, gerade jetzt Präsenz zu zeigen. Viele Menschen hätten zudem Fragen zur kirchlichen Gestaltung der Advents- und Weihnachtszeit in Zeiten von Corona. „Nicht alle haben Internet und können es da nachlesen“, wirft Pater Periya ein.

Weihnachten wird stattfinden, aber in anderer Form

„Wie Weihnachten und Advent in diesem Jahr in der Kirche gestaltet werden können, ist noch nicht ganz klar. Klar ist aber, dass es nicht nichts geben wird. Weihnachten wird bei uns stattfinden, wenn auch in anderer Form“, erklärt Koschinski. Für jeden, der möchte, werde es zu Weihnachten auf jeden Fall „Andock-Stationen“ geben, zu denen man hinkommen könne.

Er sieht in den aktuellen Einschränkungen auch eine Chance, Sachen anders anzugehen, Neues auszuprobieren. So könne es beispielsweise ganz interessant werden, rund um Sankt Martin einen Spaziergang durch das Dorf zu machen und sich die schön gestalteten Fenster anzusehen. Auch der Aspekt des Teilens bekäme durch die Aktion „Meins wird Deins“ eine ganz andere Bedeutung.

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