Die Fußballplätze sind auch in Kirchhellen wieder gesperrt und der Amateursport ruht. Viele Kirchhellener Fußballtrainier halten die Maßnahmen für sinnvoll. © Julian Schäpertöns (A)
Fußball

Saison-Neustart: Trainer der Amateurfußballer sind hin- und hergerissen

Die Amateurfußballer könnten kurz vor der Rückkehr in den Trainingsbetrieb und vor einem Neustart stehen. Die heimischen Trainer freuen sich, zweifeln aber auch noch, ob alles funktioniert.

Der Plan des Fußball- und Leichtathletikverbandes-Westfalen beinhaltet einen Beginn des Trainings spätestens Anfang April und ab Anfang Mai soll wieder um Punkte gespielt werden.

Ein Spieler war positiv getestet worden

Marc Wischerhoff und der VfB Kirchhellen sind in Sachen Corona gebrannte Kinder. Einer seiner Spieler war im letzten Jahr positiv getestet worden, und der Trainer fürchtet eine Wiederholung: „Wir betreiben in der Bezirksliga Freizeitsport, da sehe ich das Risiko einer Infektion als unverhältnismäßig an. Es könnte sein, dass wir wieder in Situationen kommen, in denen Selbstständige aus Furcht vor einer Infektion nicht spielen wollen, oder Arbeitgeber sich querstellen.“

Marc Wischerhoff bereitet sein Team so vor, dass es am 2. Mai in die Saison starten kann. © Archiv © Archiv

Dennoch bereitet Wischerhoff sein Team so vor, dass es am 2. Mai wieder in die Saison starten kann: „Wir werden am 23. März wieder trainieren. Diese sechs Wochen werden reichen, um wieder einen ordentlichen Fußball einstudieren zu können.“ Wischerhoff hat auch schon zwei Testspiele gegen Viktoria Heiden und BW Wulfen vereinbart: „Das wird wie eine ganz normale Saisonvorbereitung geplant.“

Er sieht es auch als möglich an, dass in der Bezirksliga Gruppe 14 die Hälfte aller Spiele absolviert werden kann und die Saison gewertet wird: „Bis Ende Juni bekommen wir das hin, aber nur, wenn nichts mehr passiert.“

Sollten die 50 Prozent nicht geschafft werden, dann wird die Saison nicht gewertet, und die Begegnungen werden als Pflicht-Freundschaftsspiele betrachtet. Wischerhoff meint: „Das wäre für den FC Marl und die TSG Dülmen bitter, denn sie stehen sehr weit vorne. Die Auf- und Abstiegsfragen werden dann kompliziert, wenn einige Ligen oder Gruppen die 50 Prozent schaffen und andere nicht.“

Der VfB Kirchhellen steht auf dem neunten Rang, hat aber nur sechs Spiele hinter sich gebracht. Marc Wischerhoff sieht noch einige Möglichkeiten: „Der Abstand nach unten ist komfortabel, aber der Klassenerhalt noch nicht ganz geschafft. Legen wir eine Erfolgsserie hin, dann könnten wir noch Dritter werden.“

Sven Koutcky, Trainer des A-Ligisten VfL Grafenwald, würde zwar vor Freude strahlen, doch blickt er auch auf die neuen Infektionszahlen.
Sven Koutcky, Trainer des A-Ligisten VfL Grafenwald, würde zwar vor Freude strahlen, doch blickt er auch auf die neuen Infektionszahlen. © Guido Bludau (A) © Guido Bludau (A)

Sven Koutcky, Trainer des A-Ligisten VfL Grafenwald, würde zwar vor Freude strahlen, doch blickt auch er auf die neuen Infektionszahlen: „Ich befürchte schon ein wenig, dass diese uns wieder einen Strich durch die Rechnung machen werden.“ Von Dezember bis zum Februar gab er seiner Mannschaft einen Trainingsplan als Hausaufgabe, zudem fanden Online-Fitness-Kurse statt: „Seitdem habe ich sie aber in die Eigenverantwortung entlassen. Ich telefoniere aber regelmäßig mit alle Spielern, und nun bereite ich auch das neue Trainingsprogramm vor.“

Sollte es wirklich im Mai wieder losgehen, sieht er kein Problem, dass die Kreisliga die 50-Prozent-Hürde nimmt: „Mit neun Sonntagen und vielleicht zwei englischen Wochen wird das funktionieren.“ Für die Grafenwälder ginge es bei einer Fortsetzung um einen guten Mittelplatz. Mit der Meisterschaft hat der VfL nichts zu tun, und zum ersten Mal seit einigen Jahren ist auch der Abstieg in Grafenwald kein Thema mehr.

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.