Der Rotthoffs Hof zwischen Kirchhellen und Dorsten liefert ab sofort eine „Grüne Kiste“ direkt nach Hause. © picture alliance/dpa/dpa-tmn
Landwirtschaft

Rotthoffs Hof liefert feldfrische „Grüne Kiste“ direkt nach Hause

Gleich zwei neue Angebote für alle Fans von frischem Obst und Gemüse hat der Rotthoffs Hof an der Grenze zwischen Kirchhellen und Dorsten: die „Grüne Kiste“ und die „Grüne Zelle“.

Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass viele Menschen nicht mehr so gerne einkaufen gehen. Lieferangebote boomen, der Wunsch nach frischen, regionalen Lebensmitteln bleibt jedoch. Das hat auch das Team vom Rotthoffs Hof in Kirchhellen gemerkt und reagiert.

„Wir haben auf den Wunsch der Kunden reagiert und starten jetzt mit zwei eigenen Projekten“, erklärt Hausleiterin Sabine Ridderskamp. Neben dem Bio-Hofladen, der Aktion „Blühpatenschaft“, der Möglichkeit, Patenschaften für Hühner zu übernehmen sowie der Bio-Schwein-Aktie gibt es ab sofort auch die „Grüne Kiste“ und die „Grüne Zelle“.

Wer regelmäßig frisches Obst und Gemüse direkt vom Rotthoffs Hof in die eigene Küche geliefert bekommen möchte, der kann die „Grüne Kiste“ bestellen. Sie kostet pro Kiste 15 Euro und wird zwischen Mai und November wöchentlich geliefert. „Rein kommt, was gerade frisch bei uns geerntet wurde. Natürlich kann man vorher sagen, wenn man irgendwas gar nicht mag oder gegen etwas allergisch ist“, erklärt Ridderskamp.

Aufgepeppt wird der Kisten-Inhalt durch Produkte, die in der hauseigenen Lebensmittelverarbeitung entstanden sind – so zum Beispiel mit Marmelade, Tomatensauce oder Chutney. In die aktuelle Kiste kommen zum Beispiel unter anderem Tomatensauce, Basilikum und frischer Salat.

Rezepte gibt es in jeder „Grünen Kiste“

Zu jeder Kiste gibt es auch ein Rezept als Idee, was man mit den Produkten anfangen kann. Da entsprechend der Kundenwünsche angebaut wird, beträgt die Kündigungsfrist vier Wochen. Kostenfrei geliefert wird im Raum Bottrop – darüber hinaus können Lieferkosten anfallen.

Der Rotthoffs Hof des Diakonischen Werkes Gladbeck-Bottrop-Dorsten liegt an der Münsterstraße an der Grenze zwischen Kirchhellen und Dorsten. Auf dem zertifizierten Biohof arbeiten rund 55 Menschen mit geistiger Behinderung oder einer psychischen Erkrankung. Diese bekommen nun im Mai eine weitere Aufgabe: Sie werden jeweils zwei bis drei „Grüne Zellen“ betreuen.

Selbst entscheiden, was angebaut wird

„Wir versuchen ja immer, die Menschen mit unserem Hof zu verbinden und sie mit unseren Angestellten in Kontakt zu bringen“, sagt Sabine Ridderskamp. So entstand die Idee der „Grünen Zelle“. Dabei kann eine Parzelle auf dem Hof für 30 Euro im Monat für den Zeitraum von Mai bis November gemietet werden. Wer mietet, der entscheidet selbst, was auf seinem Feld angebaut werden soll – sei es Babyleaf-Salat, Gurken oder Radieschen bis hin zu Wirsing oder Zwiebeln.

Die „Grünen Zellen” am Rotthoffs Hof sind startklar und warten auf Mieter. Die Kartoffeln sind bereits im Boden. © Rotthoffs Hof © Rotthoffs Hof

Angepflanzt und betreut werden die Felder dann von den Beschäftigten des Hofes. „Wir haben jetzt schon angefangen, die Kartoffeln und den Salat in den Boden zu bringen“, so Ridderskamp. Jedes Feld erhält zusätzlich einen kleinen Blühstreifen. Mieter können wöchentlich bei „ihrem“ Feld vorbeischauen und den Pflanzen beim Wachsen zusehen.

„Unsere Beschäftigten sind ihre Ansprechpartner. Außerdem gibt es regelmäßig Infos darüber, was auf dem Feld gerade gemacht werden muss, welches Gemüse reif ist oder darüber, wie das Wetter das Wachstum gerade beeinflusst“, erklärt die Hofleiterin. Sobald Gemüse auf dem Feld reif ist, werden die Mieter informiert und können es dann feldfrisch am Hof abholen.

Das Projekt richtet sich nicht nur an Privatpersonen, sondern explizit auch an Schulen und Kindergärten. „Die Kinder könnten im Rahmen eines pädagogischen Projektes regelmäßig vorbeikommen und in der Praxis etwas über ökologische Landwirtschaft lernen“, so Ridderskamp. Mehr Informationen zu den Projekten des Hofes gibt es unter www.rotthoffshof.de beziehungsweise unter Tel. (02045) 96 00 69.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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Manuela Hollstegge

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