Roboter mähen jetzt das Spielfeld vom VfB Kirchhellen

Hightech auf dem Fussballplatz

Kein Videobeweis, dafür gibt es beim VfB Kirchhellen auf dem Platz jetzt ganz andere Hightech. Vollautomatisierte Rasenmäher kümmern sich ab sofort um das Spielfeld.

Kirchhellen

, 13.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Roboter mähen jetzt das Spielfeld vom VfB Kirchhellen

Der VfB Kirchhellen setzt jetzt auf Mähroboter. © Kevin Kallenbach

Jeder Grashalm soll, bis auf den Millimeter hin, genauso lang sein wie der andere; so ebenmäßig wie ein Golfrasen soll das Fußballfeld an der Loewenfeldstraße am Ende sein. Hohe Erwartungen, die die Verantwortlichen an die drei Neuzugänge beim VfB Kirchhellen haben. Denn seit Kurzem sind drei vollautomatische Mähroboter mit der Rasenpflege des Platzes betraut.

Jeden Tag kümmern sie sich von 22 Uhr abends bis 12 Uhr morgens darum, dass auch kein Grashalm höher als der andere ist. Und das bei Wind und Wetter, nahezu lautlos. Viereinhalb Stunden mähen die orangefarbenen Helfer am Stück, dann geht es für eine Stunde zum Aufladen in ihre kleine Garage am Rande des Platzes.

Idee kam vom Fachbereich Umwelt und Grün

Die Idee für die automatisierten Helfer kam vom Fachbereich Umwelt und Grün der Stadt Bottrop. Der war zuvor vom Sport- und Bäderbetrieb mit der Rasenpflege des Platzes betraut worden.

Bei einem Kostenabgleich fiel aber auf, dass bei der bereits verwendeten Summe genauso gut auf automatisierte Helfer zurückgegriffen werden könnte. Diese Idee konnte man durch eine Kooperation mit Garten- und Motorgeräte Brinkert umsetzen.

Diebstahlsicherung

Alle Konfigurationen, wie Schnitthöhe oder Mähzeiten, lassen sich per App von überall her steuern. Und sollte es doch einmal zu einem Fehler kommen, gibt es sofort eine Meldung aufs Smartphone. Ebenso gibt es eine Meldung, wenn die Maschinen sich vom Rasen entfernen. Diebe haben hier also schweres Spiel. Zumal die Mähroboter auch mit einem GPS-Sender ausgestattet sind. Bei einer Meldung rückt dann sofort der zuständige Mitarbeiter aus.

Kaninchen und Maulwürfe sollen durch die kontinuierliche Bewegung auf dem Platz verscheucht werden, aber eine Verletzungsgefahr bestehe nicht, so Thomas Schulte-Bockum, einer von zwei Geschäftsführern von Garten- und Motorgeräte Brinkert.

Mehr Sorgen haben sich die Verantwortlichen um die kleinen Schätze gemacht. Da deren Ladestationen sich direkt hinter einem der Tore befinden, ist die Chance hoch, dass der ein oder andere Schuss aufs Tor auch die Mähroboter trifft. Kleine Metallgaragen sollen dafür sorgen, dass sich die fleißigen Mäher möglichst lang um den Rasen kümmern können.

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