Radfahrer sind in Bottrop besonders gefährdet

dzUnfälle

Radfahrer wurden in Bottrop im vergangenen Jahr besonders oft bei Verkehrsunfällen verletzt, aber auch E-Bike- und Rollerfahrer sind gefährdet. Eine Zahl ist glücklicherweise rückläufig.

Kirchhellen

, 27.02.2020, 06:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

3530 Verkehrsunfälle hat es im vergangenen Jahr in Bottrop gegeben. Das sind 31 mehr als in 2018. Das geht aus dem aktuellen Verkehrsunfallbericht der Polizei Recklinghausen hervor. Insgesamt hat das Polizeipräsidium 2019 22.426 Unfälle aufgenommen - das waren 186 weniger als 2018. Elf Menschen starben, 561 wurden schwer verletzt. Grundsätzlich, so die Polizei, gilt: Je schneller gefahren wird, desto schwerwiegender sind die Folgen bei einem Unfall.

Als besonders gefährlich stuft die Polizei die Abbiegesituation im Bereich Prosperstraße/Am Kämpchen sowie das Einbiegen beziehungsweise Kreuzen im Bereich Scharnhölz-/Germaniastraße ein.

Die meisten Unfälle (2474) endeten mit einem leichten Sachschaden. Menschen wurden in 320 Fällen verletzt (in 2018 waren es 41 weniger). Sehr selten passieren Unfälle auf dem Schulweg (vier Fälle). Auch das Telefonieren am Steuer war nur einmal Ursache für einen Verkehrsunfall in Bottrop.

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Insgesamt wurden im Stadtgebiet 394 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr verletzt, zwei davon tödlich und 80 schwer. Unter den Verunglückten befanden sich am häufigsten Radfahrer (77), dicht gefolgt von E-Bike- und Roller-Fahrern (52) sowie Fußgängern (47). Mit 21 sank die Zahl der verunglückten Kinder im Vergleich zu 2018 um 12. Insgesamt wurden 30 Jugendliche in Bottrop verletzt - die meisten davon (13) waren mit Rollern bzw. anderen motorisierten Zweirädern unterwegs.

Die meisten Unfälle in Bottrop passierten 2019 beim Abbiegen und Wenden (44 Prozent). In 759 Fällen flüchtete der Unfallverursacher (14 Fälle mehr als 2018), in 20 Fällen davon wurden Menschen verletzt. Die Aufklärungsquote lag in Bottrop bei knapp 42 Prozent (2018: 40 Prozent). Unfälle mit Verletzten werden oft aufgeklärt - hier liegt die Quote bei 85 Prozent.

Gesamtgesellschaftliche Aufgabe

„Die Sicherheit im Straßenverkehr ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, sagt Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen. Nicht angepasste Geschwindigkeit, Unaufmerksamkeit, Ablenkung durch das Handy - das seien einige der häufigsten Unfallursachen, denen mit einem „regelkonformen Handeln“ leicht zu begegnen sei.

„Verhalten Sie sich verantwortungsbewusst im Straßenverkehr. Nehmen Sie Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer. Und helfen Sie uns als Zeugin oder Zeuge, wenn Sie beispielsweise eine Unfallflucht beobachtet haben“, appelliert sie an die Verkehrsteilnehmer.

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